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Film mit antisemitisch-verschwörungsideologischem Inhalt in Berufsschule gezeigt

Laut MDR soll in einer Berufsschule im sächsischen Löbau ein antisemitischer Animationsfilm mit zahlreichen Verschwörungsmythen gezeigt worden sein. Der etwa 50-minütige Film wurde 2008 in Zusammenarbeit mit dem KOPP-Verlag produziert und erzählt die fiktive Geschichte eines Goldschmieds, der das Geld erfindet, es an seine Mitbürger*innen verleiht und sie durch Zinsen in den Ruin oder die Abhängigkeit treibt. Mit anderen Goldschmieden gründet er eine Geheimloge namens „Die Erleuchteten“, die im Laufe der Jahrhunderte Kriege anzettelt sowie Regierungen und Medien kontrolliert. Die Darstellungen berufen sich klar auf die antisemitische Vorstellung einer „jüdischen Weltverschwörung“ beziehungsweise einer „Finanzelite“ (oft auch als „Finanzjudentum“ bezeichnet). Zudem sind „Die Erleuchteten“ als Anspielung auf die kurzlebige Geheimgesellschaft des Illuminatenordens zu verstehen, welcher bis heute Gegenstand antisemitischer Verschwörungsideologien ist. Der an der Filmproduktion beteiligte KOPP-Verlag geriet wegen seiner rechtsesoterischen, grenz- und pseudowissenschaftlichen sowie verschwörungsideologischen und rechtsextremen Titel im Sortiment bereits vielfach in die Kritik.

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