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#glaubnichtalles was du hörst!

Aktionstag gegen Verschwörungsmythen und Antisemitismus am 15. Mai (mit Folgeveranstaltungen)

Derzeit erreichen Fake-News und Verschwörungsmythen rund um das Corona-Virus ein Millionenpublikum: im Netz, auf der Straße und im Bekanntenkreis. Solche teils harmlos wirkenden Verschwörungsmythen ebnen den Weg in antisemitische und rassistische Weltbilder, die zu konkreten Angriffen auf konkrete Gruppen führen: Jüdinnen und Juden, asiatisch gelesene Personen, Asylsuchende, Menschen mit Einwanderungsgeschichte, Wissenschaftler*innen sind davon betroffen.

Aber was sind Verschwörungsmythen überhaupt und wie erkenne ich sie? Was ist eigentlich das strukturell antisemitische an ihnen und was kann ich dagegen tun?

Die Amadeu Antonio Stiftung veranstaltet am 15. Mai 2020 zusammen mit dem Anne Frank Zentrum einen Digitalen Aktionstag gegen Verschwörungsmythen und Antisemitismus, um Tipps im Umgang mit Verschwörungsmythen zu geben, demokratiestärkende Narrative und Gegenerzählungen im Netz zu stärken. Und um anzuregen, sich bei so manchen Meldungen zu fragen:

Start der Kampagne „seriously? #glaubnichtalles was du hörst!“

Ob in Live-Diskussionen, Webinaren oder mithilfe des Entschwörungsgenerators: Unter #glaubnichtalles wollen wir nicht nur am 15. Mai, sondern auch in den kommenden Wochen über Verschwörungsmythen im Kontext der Corona-Pandemie und rechtsterroristischer Anschläge wie in Halle diskutieren und gemeinsam überlegen, was Solidarität gegen Antisemitismus und Rassismus in diesen Zeiten bedeuten kann.

Am Aktionstag startet begleitend eine Kampagne unter dem Motto „seriously? #glaubnichtalles was du hörst!“ Auf der Website www.corona-entschwoerung.de sind die wichtigsten Informationen rund um Verschwörungsideologien, den Umgang mit ihren Anhänger*innen und zentrale Argumente zum Entkräften der gängigsten Corona-Verschwörungsmythen aufgeführt.

Mit einem Entschwörungs-Generator auf www.glaubnichtalles.de können zufällig kombinierte Verschwörungserzählungen wie „Geheimlabor kontrolliert dein Klopapier!“ oder „Judenmafia steuert dein Tinderdate!“ erzeugt werden und dann per Grafik in den Sozialen Netzwerken geteilt werden. Die bewusst parodierenden Kombinationen nehmen die teilweise skurril daherkommenden Verschwörungserzählungen aufs Korn, die derzeit kursieren, und fordern mit dem Slogan #glaubnichtalles auf, diese zu hinterfragen.

Hierbei brauchen wir deine Unterstützung! Verbreite den Hashtag, teile den Content, bewirb die Veranstaltungen, nimm an den Diskussionen teil – und vor allem: #glaubnichtalles was du hörst!

Der digitale Aktionstag ist zugleich der Auftakt der bundesweiten Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. Wer also in den kommenden Wochen ebenfalls Veranstaltungen planen möchte oder andere kreative Ideen im Umgang mit Verschwörungsmythen und Antisemitismus hat, meldet sich unter aktionswochen@amadeu-antonio-stiftung.de.


Programm (wird fortlaufend aktualisiert)

27.05.2020, 19 -21 Uhr
Online-Diskussion „Was hat das mit Antisemitismus zu tun? Verschwörungserzählungen und Proteste in Zeiten von Covid-19″
Veranstaltet von: SABRA Düsseldorf

Ausgehend von einer themenbezogenen Einführung in die Entstehung und Präsenz des Denkens in »Verschwörungen« beleuchten Expert*innen die psychologischen Grundlagen des Verschwörungsdenkens und welche Funktion sie für Radikalisierungsprozesse spielen können. Zentral soll der Frage nachgegangen werden, weshalb insbesondere antisemitische Ressentiments einen wesentlichen Stellenwert bei Verschwörungserzählungen ausmachen -und was wir dagegen tun können.

Zielgruppe: Gemeindemitglieder der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, interessierte Laien und Lehrkräfte. Anmeldungen sind unter anmeldung-sabra@jgdus.de möglich, weitere Informationen finden Sie hier.

Teilnehmende:

  • Florian Hessel (Sozialwissenschaftler und Lehrbeauftragter der Ruhr-Universität Bochum)
  • Pia Lamberty (Doktorandin am Lehrstuhl Sozial-und Rechtspsychologie, JGU Mainz)
  • Moderation: Sophie Brüss (Referentin für Antidiskriminierungsarbeit bei SABRA)

 

Live-Talk: „Wie werden wir gesehen und wie sehen wir die Welt? Die jüdische Perspektive auf Antisemitismus“

28.05. 16 Uhr

In den Debatten rund um das Thema Antisemitismus werden Jüdinnen und Juden häufig lediglich als Opfer von Antisemitismus gesehen. Dabei ist die jüdische Perspektive mehr als eine Betroffenenperspektive. Um zu verstehen warum und wie die jüdische Perspektive in diesen Debatten immer mitzudenken sind, um Antisemitismus zu verstehen, haben wir Anetta Kahane (Amadeu Antonio Stiftung), Dalia Grinfeld (ADL), Laura Cazés (ZWSt) sowie Rebecca Seidler (LGJ Hannover) eingeladen. Moderiert wird die Veranstaltung von Sharon Adler (Aviva Berlin). Sie betrachten in diesem Live-Talk aber nicht nur den Umgang mit der jüdischen Perspektive in deutschen Debatten, sondern fragen sich auch: Wie kann Solidarität mit jüdischen Gemeinden und Communities, gerade auch nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle, aussehen? Was sind Bedürfnisse und Forderungen der jüdischen Communities?

Die Veranstaltung wird auf unserer Facebook-Seite im Livestream übertragen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

28.05., 20 Uhr
Online-Lesung und Diskussion mit Patrick Gensing
Veranstaltet von: Das NETTZ – Die Vernetzungsstelle für Hate Speech

Eine der größten Herausforderungen im öffentlichen Diskurs ist die Verbreitung von Fake News und Verschwörungsmythen. Es entstehen alternative Realitäten. Die Vernunft im Diskurs geht verloren. Welche Dimensionen das annehmen kann, wird in der gegenwärtigen Corona-Pandemie besonders deutlich. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden verächtlich gemacht. Antisemitismus und Rassismus zirkulieren in Kombination mit Verschwörungsmythen. Als Journalist, Faktenchecker und Buchautor beschäftigt sich Patrick Gensing tagtäglich mit diesen Themen. Am 28.05. liest er aus seinem aktuellen Buch „Fakten gegen Fake News“, im Anschluss findet eine Diskussion statt.
Anmeldungen können hier vorgenommen werden, weitere Informationen finden Sie hier.

 

03.06.2020, 18 Uhr
Webtalk „Wir müssen reden: Antisemitismus im Schul- und Jugendkontext“
Veranstaltet von: Amadeu Antonio Stiftung

In den letzten Jahren ist es in Deutschland vermehrt zu antisemitischen Vorfällen an Schulen gekommen. Studien belegen, dass „Du Jude“ als Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen benutzt wird. Gegenwärtig werden im Zuge der Corona-Pandemie Verschwörungsmythen mit antisemitischen Gehalt geteilt – ob in sozialen Medien, auf der Straße oder auch im Klassenchat.

Wie kann Antisemitismus im Schul- und Jugendkontext besser behandelt werden? Was wünschen sich Betroffene antisemitischer Vorfälle? Was brauchen Institutionen wie Schulen, Jugendeinrichtungen und Sportvereine zum effektiven Umgang mit Antisemitismus?

Bei dem Webtalk „Wir müssen reden: Antisemitismus im Schul- und Jugendkontext“ kommen verschiedene politische und gesellschaftliche Akteure zusammen, um diese und weitere Fragen zu diskutieren. Auf diesem Weg sollen Leerstellen in der gegenwärtigen Bildungs- und Jugendarbeit aufgedeckt und Bedarfe für den effektiven Umgang mit antisemitischen Vorfällen ermittelt werden – prioritär aus der Perspektive jüdischer Jugendlicher, die mit Antisemitismus in ihrem Alltag konfrontiert sind sowie aus Sicht von Institutionen wie Schulen und Sportvereinen.

Auf dem virtuellen Podium sitzen:

  • Lorenz Korgel (Ansprechperson für Antisemitismus Berlin)
  • Prof. Dr. Julia Bernstein (Frankfurt University of Applied Sciences)
  • Luis Engelhardt, (Projektleiter „Kein Platz für Antisemitismus auf deutschen Sportplätzen“, MAKKABI Deutschland)
  • Anne Trompa (Studienrätin an der Mildred-Harneck-Schule, Berlin-Lichtenberg)
  • Moderation: Miki Hermer (Amadeu Antonio Stiftung)

Der Webtalk findet via Zoom statt, zusätzlich wird die Veranstaltung auf YouTube übertragen.

Der Webtalk findet im Rahmen des Projekts der „Berliner Aktionswochen gegen Antisemitismus“ der Amadeu Antonio Stiftung statt. Dabei handelt es sich um ein präventiv-pädagogisches Projekt, das seit 2019 zur Erhöhung des öffentlichen Bewusstseins für das Problem des Antisemitismus im Schul- und Jugendkontext in Berlin arbeitet. Finanziert wird das Projekt von der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung.

 

09.06.2020, 16-17.30 Uhr
Webinar “Verschwörungsmythen während und mit Corona – auch das noch!”
Veranstaltet von: Jugendinitiative Spiegelbild

In unsicheren Zeiten einer Pandemie, so wie wir sie im Moment erleben, bieten Verschwörungstheorien Erklärungen und Halt. Besonders im Internet kursiert dieser Verschwörungsglaube. Lehrkräfte und Pädagog*innen sind gefordert, einen angemessen Umgang zu finden, wenn in ihrer Klasse oder im Jugendzentrum Verschwörungstheorien verbreitet werden. Darum bietet das Webinar „Verschwörungsmythen während und mit Corona – auch das noch!“ eine Plattform, sich über Funktions- und Argumentationsweisen von Verschwörungstheorien zu informieren und über Handlungsoptionen auszutauschen. Zu Beginn wird es einen kurzen Input zu den Kennzeichen und Hintergründen von Verschwörungsmythen geben. Ferner möchte das Webinar Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und einen Raum für offene Fragen bieten.

Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte, Sozialarbeitende und alle, die mit jungen Menschen arbeiten. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Wenn Sie teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 05. Juni 2020 per E-Mail an andrea.gotzel@spiegelbild.de. Geben Sie bitte bei Ihrer Anmeldung Ihre Institution an. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

10.06., 17-18.30 Uhr
Vortrag “Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus. Erkenntnisse aus den neueren Forschungen zum Antisemitismus im Alltag und in den Institutionen”
Veranstaltet von: Partnerschaften für Demokratie des Kreises Offenbach, Heusenstamm und Pfungstadt

Im Vortrag von Julia Bernstein werden die Befunde aus den neueren Forschungen im Bereich Antisemitismus an Schulen präsentiert. Besonderer Wert wird auf die Perspektiven der Betroffenen auf Antisemitismus im Alltag und im schulischen Bereich gelegt. Darüber hinaus werden die ersten Erkenntnisse in Bezug auf die Rezeption des Antisemitismus bei den Lehrkräften im Schulsystem dargestellt und interpretiert. Anschließend wird sich die Beratungsstelle „OFEK Hessen – Community basierte Interventionen“ vorstellen, die verschiedene Beratungsformate im Umgang mit Antisemitismus anbietet.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Themenmonats gegen Antisemitismus statt, welcher von den Partnerschaften für Demokratie des Kreises Offenbach, Heusenstamm und Pfungstadt ausgerufen wird. Die Zugangsdaten zur Zoom-Veranstaltung erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung bei Cansu Dogan, cansu.dogan@awo-of-land.de. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

10.06., 19-20.30 Uhr
Webinar “Corona und ‘Die Jüdische Weltverschwörung’ – Antisemitische On- und Offline-Bewegungen”
Veranstaltet von: Democ. Zentrum Demokratischer Widerspruch

Die Verbreitung von Verschwörungsmythen zum Corona-Virus läuft auf Hochtouren. Online und Offline formieren sich neue Bündnisse, die oftmals vor allem der Antisemitismus eint. Auf Grundlage des von Democ. durchgeführten Monitorings entsprechender Chatgruppen und Demonstrationen diskutieren wir aktuelle Verschwörungsnarrative und die Verschränkung von gegenwärtigen antisemitischen Online- und Offline-Mobilisierungen. Darüber hinaus wird ein Ausblick auf dominante Verschwörungsdiskurse im angloamerikanischen Raum und in islamisch geprägten Ländern, insbesondere dem Iran, gegeben.

Das Webinar wird via Zoom stattfinden, Anmeldungen sind bis zum 10. Juni, 15 Uhr möglich: anmeldung@democ.de. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

17.06., 17-18.30 Uhr
Vortrag “Antisemitismus und Corona”
Veranstaltet von: Partnerschaften für Demokratie des Kreises Offenbach, Heusenstamm und Pfungstadt

Verschwörungstheorien und antisemitische Legenden über „die Juden“ erleben gegenwärtig neuen Aufschwung. Grund genug, einen Blick auf Geschichte und Theorie der Judenfeindschaft zu werfen. Historisch spannt der Vortrag von Jonas Fedders einen Bogen vom christlich motivierten Antijudaismus des Mittelalters bis zur Genese Entwicklung des modernen Antisemitismus im 19. Jahrhundert. Exemplarisch soll anschließend aufgezeigt werden, mit welchen Motiven und Argumentationslogiken der moderne Antisemitismus damals wie heute operiert(e) und welche verschiedenen Facetten und Ersatzartikulationen er (insbesondere aufgrund seiner Tabuisierung nach 1945) mittlerweile angenommen hat. Anhand von Beispielen von den derzeit bundesweit stattfindenden „Hygienedemonstrationen“ gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie soll schließlich aufgezeigt werden, wie der Antisemitismus als funktionales Welterklärungsmodell gerade in Krisenzeiten „einfache Antworten“ verspricht.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Themenmonats gegen Antisemitismus statt, welcher von den Partnerschaften für Demokratie des Kreises Offenbach, Heusenstamm und Pfungstadt ausgerufen wird. Die Zugangsdaten zur Zoom-Veranstaltung erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung bei Cansu Dogan, cansu.dogan@awo-of-land.de. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

24.06., 20-21 Uhr
Digitale Filmvorführung “Erhobenen Hauptes – (Über)leben im Kibbuz Ma’abarot” und anschließendes Filmgespräch mit Katharina Rhein und Adrian Oeser

Veranstaltet von: Partnerschaften für Demokratie des Kreises Offenbach, Heusenstamm und Pfungstadt

Der Film erzählt die Lebensgeschichten von fünf Personen, die zwei Dinge teilen: Sie alle sind als Kinder in Deutschland geboren und aufgewachsen und wurden als Juden und Jüdinnen ab 1933 von den Nazis verfolgt – und sie alle leben im gemeinschaftlich-sozialistisch organisierten Kibbuz Ma‘abarot in Israel. Wann, wie und warum sie dorthin kamen, erzählen sie auf eindrückliche Weise. Wenn sie vom Leben im Kibbuz berichten, spürt man ihre Begeisterung und Leidenschaft. Wir empfehlen den Film vor dem Filmgespräch anzusehen, dieser ist unter www.docview.org jederzeit abrufbar.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Themenmonats gegen Antisemitismus statt, welcher von den Partnerschaften für Demokratie des Kreises Offenbach, Heusenstamm und Pfungstadt ausgerufen wird. Die Zugangsdaten zur Zoom-Veranstaltung erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung bei Cansu Dogan, cansu.dogan@awo-of-land.de. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

01.07.
Online-Vortrag „Antisemitismus als Ideologie des Islamischen Staates“
Veranstaltet von: Mideast Freedom Forum Berlin

Mit der Geiselnahme im koscheren Supermarkt „Hyper Cacher“ im Januar 2015 versuchte der IS-Anhänger Amedy Coulibaly, den freien Abzug der Terroristen zu erpressen, die zwei Tage zuvor einen Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ begingen und sich auf der Flucht vor der Polizei verschanzten. Dem französischen Sender BFM TV gelang es damals, ein kurzes Telefoninterview mit dem Geiselnehmer zu führen. Auf die Frage, ob er sich das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgewählt hätte, antwortete dieser: „Ja. Die Juden. Wegen der Unterdrückung, vor allem des Islamischen Staats, aber überall. Es ist für alle Gegenden, wo Muslime unterdrückt werden. Palästina gehört dazu.“ Zu diesem Zeitpunkt hatte Coulibaly bereits vier jüdische Geiseln ermordet. Erst die Stürmung des Supermarktes durch Spezialeinheiten der Polizei beendete die Geiselnahme und verhinderte weiteres Blutvergießen. Trotz des offensichtlichen Hintergrunds der Geiselnahme wurde der Antisemitismus der Terrororganisation „Islamischer Staat“ in der folgenden Berichterstattung nur selten direkt thematisiert. Der Vortrag fragt deswegen danach, welchen Stellenwert der Antisemitismus in der Ideologie der Terrororganisation „Islamischer Staat“ einnimmt, wie dieser in der IS-Propaganda kommuniziert wird, welche Sicherheitsrisiken damit verbunden sind und welche Maßnahmen darauf erfolgen müssen.

Alexander Steder ist Geschichts- und Politikwissenschaftler aus Marburg und hat u.a. die IS-Zeitschrift „Dabiq“ systematisch ausgewertet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Vergangene Veranstaltungen:

14.05.2020, 17-17.40 Uhr sowie 19-19.40 Uhr
Live-Vortrag zu Covid-19, Hygienedemos und Verschwörungstheorien
Veranstaltet von: Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V.

Der Rechtsextremismusexperte David Begrich (Miteinander e.V.) erläutert den Zusammenhang von Covid-19 mit Verschwörungsmythen und Antisemitismus. In einem weiteren Kurzvortrag um 19 Uhr beleuchtet er die sogenannten „Hygienedemos“ genauer und geht folgenden Fragen nach:Warum gibt es zur Zeit einen Anstieg von Verschwörungserzählungen, bspw. über den Ursprung des Virus? Wer kommt in diesen Erzählungen vor und wer verbreitet sie, im Netz und auf der Straße? Welche Milieus und Akteur*innen sind vertreten? Im Anschluss besteht die Möglichkeit, in einem Live-Chat Fragen zu stellen.

 

15.05. & 16.05.2020
Anwohner*inneninitiative gegen die verschwörungsideologischen „Hygiene-Demos“
Veranstaltet von: Anwohner*inneninitiative für Zivilcourage – gegen Rechts

Seit März 2020 finden jeden Samstag Versammlungen rund um den Rosa-Luxemburg-Platz statt, vor allem aber an der Berliner Volksbühne – organisiert von Verschwörungsanhänger*innen in einer gefährlichen Allianz mit nach rechtsoffen bis rechtextremen Akteuren. Die Teilnehmenden der sogenannten „Hygiene-Demos“ verharmlosen oder leugnen gar die Gefahr, die von Covid-19 ausgeht, und bezeichnen die Maßnahmen zu dessen Eindämmung als diktatorisch. Um dem antisemitischen Verschwörungsnarrativ dieser Demos ein Zeichen entgegenzusetzen, klärt die Anwohner*inneninitiative für Zivilcourage – gegen Rechts in Berlin-Mitte über das gefährliche Potenzial auf und ermutigt Anwohnende, antidemokratische Verschwörungsmythen nicht unwidersprochen zu lassen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

15.05.2020, 10 Uhr
Auftaktdiskussion: „Wie bedrohen Coronavirus-Verschwörungsmythen die Demokratie – und was können wir tun?“ im Livestream via Facebook.
Veranstaltet von: Amadeu Antonio Stiftung

Teilnehmende:

  • Patrick Gensing (ARD-Faktenfinder)
  • Anetta Kahane (Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung)
  • Melanie Hermann (Projekt „No World Order – Handeln gegen Verschwörungsideologien und Antisemitismus“)
  • Johannes Baldauf (Public Policy Manager, Facebook)
  • Moderation: Simone Rafael (belltower.news)

 

15.05.2020, 10-13 Uhr
Webinar „Radikalisierung begegnen“
Veranstaltet von: Fortbildung, Austausch, Netzwerke Berlin-Brandenburg (F.A.N.)

Thematisch widmet sich das Webinar dem Phänomen der Radikalisierungsprozesse und ihrer Bedeutung für die pädagogische (Jugend-)Arbeit. Neben themenspezifischen Impulsen erwarten Sie methodische Übungen, die den aktuellen pädagogischen Bedarf im Umgang mit menschenfeindlichen, rassistischen oder populistischen Äußerungen und Haltungen auf dem Schulhof, in der Jugendfreizeiteinrichtung oder im digitalen Raum aufgreift. Diese Online-Veranstaltung richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Raum Berlin-Brandenburg.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

15.05.2020, 13-15 Uhr
Webinar „L´Chaim – auf das Leben! jüdisches Leben entdecken“
Veranstaltet von: Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V.

Webinar zur online nutzbaren Wanderausstellung, die aktuelles jüdisches Leben in Berlin und Deutschland thematisiert. Die Ausstellung ist online auch im Unterricht, bzw. im Homeschooling einsetzbar (weitere Informationen: www.lchaim.berlin). Das Webinar behandelt die Alltagserfahrung jüdischer Menschen mit verschwörungsideologischem Denken und dessen Auswirkungen auf deren Leben. Zudem wird couragiertes Handeln in der Zivilgesellschaft gestärkt. Zielgruppen: Schüler_innen, junge Erwachsene, Erwachsene.

 

15.05.2020, 14 Uhr
„Antisemitismus, Verschwörung und Rechtsterrorismus: Der Anschlag in Halle und seine Konsequenzen“ im Livestream via YouTube.
Veranstaltet von: Amadeu Antonio Stiftung

Die Diskussion findet via Zoom statt, zusätzlich wird die Veranstaltung auf YouTube übertragen. Die Anmeldung ist abgeschlossen. Weitere Informationen finden Sie in der Facebook-Veranstaltung.

Teilnehmende:

  • Matthias Quent (Direktor des IDZ Jena)
  • Veronika Kracher (Journalistin)
  • Ruben Gerczikow (JSUD)
  • Moderation: Nikolas Lelle (Aktionswochen gegen Antisemitismus)


15.05.2020, 14-16 Uhr

Webinar „Die Suche nach Eindeutigkeit? Zum Umgang mit Verschwörungserzählungen im pädagogischen Alltag“
Veranstaltet von: Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment (ZWST)

In der Schule und im pädagogischen Alltag stellt der Umgang mit Verschwörungsgedanken eine Herausforderung dar.  Das WEBINAR eröffnet einen Gesprächsraum über aktuelle Fälle und Grundsätze pädagogischen Handelns. Erprobte Zugänge und Methoden aus der mehrjährigen Erfahrung vom Kompetenzzentrum können exemplarisch vorgestellt und diskutiert werden.
Weitere Informationen finden Sie hier.


15.05.2020, 16 Uhr

Online-Diskussion „Corona als Katalysator antisemitischer Verschwörungsmythen“
Veranstaltet von: Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES)

Das Gespräch wird live auf der Facebook-Seite von ELES gestreamt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Teilnehmende:

  • Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus
  • Saba-Nur Cheema, pädagogische Leiterin der Bildungsstätte Anne Frank
  • Prof. Dr. Natan Sznaider, Soziologe und ELES-Beirat
  • Moderation: Jo Frank, Geschäftsführer von ELES


15.05.2020, 16-17 Uhr

Talk “Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona”
Veranstaltet von: Bildungsstätte Anne Frank

„Die Impfindustrie kassiert jetzt ab!“ – “Die italienischen Kliniken wollen doch nur an die Finanzhilfen!” – “Cui bono?” In aufgewühlten Zeiten wie diesen haben Verschwörungstheorien wieder eine traurige Hochkonjunktur; ob sie sich nun um Italien, den IS oder die USA drehen. Oliver Fassing und Tom Uhlig von der Bildungsstätte Anne Frank haben sich aktuelle Corona-Verschwörungstheorien angesehen und sprechen über Funktion und Argumentationsmuster dieser Theorien und ihre sozialpsychologische Funktion: Über Verschwörungstheorie erscheinen Erfahrungen eigener Ohnmacht und Entfremdung plötzlich erklär- und beherrschbar. Die beiden geben auch Tipps, was man tun kann, wenn im privaten Umfeld oder in sozialen Medien Verschwörungstheorien umgehen. Zum Talk, der auf YouTube gestreamt wird, ist keine Anmeldung nötig.
Weitere Informationen finden Sie hier.


15.05.2020, 18-18:35 Uhr
Live Gespräch Laura-Luise Hammel: Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona: „Ziel ist die radikale Vereinfachung einer komplexen Realität“
Veranstaltet von: KOMMA Kultur Esslingen, Livestream via www.komma.info

Laura Hammel forscht als Doktorandin an der Universität Tübingen zur Frage, wie Bewegungen und Parteien der Neuen Rechten Verschwörungstheorien einsetzen, um ihre Themen zu transportieren und Anhänger*innen anzusprechen. Sie ist bei “Emanzipation & Frieden e.V.” aktiv und Sprecherin des “Jungen Forum” der “Deutsch-Israelischen Gesellschaft” der Region Stuttgart.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

17.05.2020, 18-18.35 Uhr
Gespräch mit Lothar Galow-Bergemann „Warum Antisemitismus in Krisenzeiten wächst“
Veranstaltet von: KOMMA Kultur Esslingen, Livestream via www.komma.info

Lothar Galow-Bergemann ist Publizist. Er befasst sich mit Kritik und falscher Kritik des Kapitalismus, hält Vorträge und schreibt u.a. in konkret, Jungle World und für den Verein “Emanzipation & Frieden”.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

18.05.2020, 16.30-18 Uhr
Webinar „Wo kommt Corona ‚eigentlich‘ her und trägt sie Schläfenlocken? – Einblicke in rassistisches und antisemitisches Verschwörungsdenken für Jugend- und Bildungsarbeit“
Veranstaltet von: ju:an-Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit Berlin

Das Webinar über Zoom richtet sich an alle in der offenen, politisch-historischen, kulturellen und musealen Jugend- und Bildungsarbeit Tätigen.
Weitere Informationen finden Sie hier.


18.05.2020, 11.30-12.30 Uhr

Webinar „‚Flucht im Lebenslauf‘ für Fernlehre/Homeschooling“
Veranstaltet von: Anne Frank Zentrum

Das Webinar vermittelt Inhalte und praktische Hinweise zur Arbeit mit dem Lernmaterial in der Fernlehre/Homeschooling und findet anlässlich des digitalen Aktionstags gegen Verschwörungsmythen und Antisemitismus statt.
Weitere Informationen finden Sie hier.


18.05.2020, 15-17 Uhr

Webinar „Antisemitische Verschwörungsideologien“
Veranstaltet von: Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V.

Der Fokus dieses Webinars liegt auf der Sensibilisierung für das Thema antisemitische Verschwörungsideologien in Geschichte und Gegenwart, beleuchtet die pädagogische Bearbeitung und stärkt die Handlungskompetenzen. Zielgruppen: Erwachsene, Lehrkräfte, Multiplikator_innen.

 

18.05.2020, 19-20.30 Uhr
Webinar „Covid-19 ist keine Erfindung!“
Veranstaltet von: ver.di Jugend Niedersachsen-Bremen

Die COVID-19 Pandemie ist nun auch noch zum Spielfeld von Verschwörungstheoretiker*innen geworden – als ob gesundheitliche Gefahren, Isolation und existenzielle Bedrohung für viele nicht schon gefährlich genug wären. Warum genau sollte jemand einen Virus erfinden? Was hat Bill Gates angeblich damit zu tun? Und warum können uns nur ein aggressiver veganer Koch und ein paranoider Schnulzensänger davor retten? Und warum sind all diese „Theorien“ verdammt gefährlich und wie argumentiert man mit Menschen, die sowas glauben? Antworten und Diskussionen zu diesen und anderen Fragen rund um das Thema gibt es im Rahmen des vierten Webinars der Reihe „Corona-Bildung“.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

19.05.2020, 11 Uhr
Webinar „‚Gefährliches Erbe – Geschichte und Gegenwart von christlichem Antijudaismus und Antisemitismus“
Veranstaltet von: Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R)

Für  die  christliche  Theologie  ist  die  kritische Auseinandersetzung mit  Antisemitismus  von zentraler Bedeutung  für die Aufarbeitung eigener Gewalttraditionen. Christlicher Antijudaismus und Antisemitismus sind noch heute präsent und prägen gesellschaftliche und kirchliche Auseinandersetzungen. Welches sind die zentralen Ideologieelemente des Antijudaismus? Wie haben die Kirchen ihre Theologie nach 1945 verändert? Welche antijüdischen Stereotype sind auch heute noch in der Alltagskultur präsent, und welche Folgen haben diese? Henning Flad, Projektleiter der BAG K+R, gibt eine Einführung in Geschichte und Gegenwart von christlichem Antijudaismus und Antisemitismus. Vorkenntnisse in Theologie sind nicht erforderlich.


19.05.2020, 11-13 Uhr

Webinar „Antisemitische Verschwörungsideologien“
Veranstaltet von: Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V.

Das Webinar behandelt die Mechanismen von Verschwörungsideologien, deren aktuelle Erscheinungsformen und stärkt kritische Medienkompetenz. In einem Argumentationstraining werden Gegenstrategien ausprobiert. Zielgruppen: Schüler_innen ab der 8. Klasse.

 

19.05.2020
Schulinterner Workshop „Verschwörungstheorien selbst basteln“
Veranstaltet von: BildungsBausteine e.V. und Praxisstelle ju:an

Der schulinterne Workshop „Verschwörungstheorien selbst basteln“, der in Kooperation von BildungsBausteine e.V. und der Praxisstelle ju:an durchgeführt wird, führt Schüler*innen aus Berlin (Geschichtswerkstatt der Refik-Veseli-Schule) und Nordrhein-Westfalen (Oberstufe der Gustav-Heinemann-Gesamtschule Alsdorf) kritisch an Verschwörungsdenken heran und zeigt, wie man diesem entgegentreten kann.


19.05.2020, 16-17.30 Uhr / 02.06.2020, 16-17.30 Uhr

Webinar „‚Antisemitismus – Geschichte und Aktualität“
Veranstaltet von: Anne Frank Zentrum

Das zweiteilige Webinar »Antisemitismus – Geschichte und Aktualität« findet anlässlich des digitalen Aktionstags gegen Verschwörungsmythen und Antisemitismus statt und richtet sich an Multiplikator*innen, die sich intensiver mit unterschiedlichen Erscheinungsformen und Funktionen von Antisemitismus auseinandersetzen und Möglichkeiten des pädagogischen Handelns gegen Antisemitismus diskutieren möchten.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

19.05., 18-20 Uhr
Online-Vortrag „Juden und Antisemitismus in der islamischen Welt“

Veranstaltet von: Ankommen Saarland

Das Netzwerk ANKOMMEN lädt im Rahmen seiner Fortbildungsreihe zu einem Vortrag über Juden und Antisemitismus in der islamischen Welt ein.
Der Historiker Dr. Alexander Friedman spricht über die Situation von Juden in islamischen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg. Antisemitismus in der arabischen Welt und seine Spielarten werden in der Veranstaltung in einem breiten Kontext des Nahostkonflikts und der internationalen Beziehungen im 20. und 21. Jahrhundert analysiert.
Die Teilnahme ist als Videokonferenz oder Audio möglich. Die Veranstaltung besteht aus einem ca. einstündigen Vortrag, danach besteht Raum für Fragen und Diskussionen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

19.05., 19 Uhr
Online-Vortrag „Die Legende von den Strippenziehern: Verschwörungstheorien und Antisemitismus mit und ohne Corona“

Veranstaltet von: Linkes Bündnis gegen Antisemitismus München

Der Journalist Peter Bierl setzt sich mit aktuellen und historischen Verschwörungslegenden auseinander und versucht ein paar Antworten auf deren Attraktivität zu geben.
Weitere Informationen finden Sie hier, zum Live-Stream geht es hier.


19.05.2020, 19 Uhr

internes Webinar „Antisemitismus und Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona: Beispiele, Analysen und Dialog
Veranstaltet von: Meet a Jew

Mit Dalia Grinfeld (stellv. Direktorin für Europa bei der ADL)

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der internen Fortbildung für Meet a Jew-Teilnehmer*innen statt.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

21.05.2020, 19-20 Uhr
Gespräch mit Burak Yilmaz „Antisemitismus in der Präventionsarbeit“
Veranstaltet von: KOMMA Kultur Esslingen, Livestream via www.komma.info

Burak Yilmaz ist Germanist, Anglist und Pädagoge. Geboren und aufgewachsen in Duisburg setzt er sich für eine geschlechtergerechte Gesellschaft und die Öffnung der Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft ein. Im Projekt „Junge Muslime in Auschwitz“ bildet er jugendliche Multiplikator*innen zum Thema Antisemitismus, Erinnerungskultur und Rassismus aus. Darüber hinaus arbeitet er als pädagogischer Mitarbeiter am “Zentrum für Erinnerungskultur” der Stadt Duisburg und leitet die Theatergruppe “Die Blickwandler”, die mit ihrem aktuellen Stück “Benjamin und Muhammed” seit 2018 durch Schulen und Theaterhäuser touren. Das Gespräch führt Chiara Poma Rinklef.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

22.05.2020, 14 Uhr
Von “Alu-Bommel” bis “Judenstern”: Bestandsaufnahme der Verschwörungsmythen rund um Covid-19″ im Livestream via YouTube.
Veranstaltet von: Amadeu Antonio Stiftung

In Zeiten der COVID-19-Pandemie erreichen Verschwörungsmythen im Netz ein Millionenpublikum. Seit ein paar Wochen begibt sich der Unmut über die vermeintliche Verschwörung der Mächtigen auf die Straße. Die Behauptung, das Corona-Virus sei eine Lüge, um eine Diktatur zu errichten, mündet in Antisemitismus und NS-Vergleiche: Ein Beispiel hierfür ist das Tragen eines „Judensterns“ mit der Inschrift „Nicht Geimpft“.
Das Zoom-Webinar widmet sich Verschwörungsmythen, die sowohl im Netz als auch auf der Straße verbreitet werden. Es beleuchtet die Rolle prominenter Akteur*innen wie Attila Hildmann und Xavier Naidoo, einflussreicher YouTuber*innen wie Oliver Janich und Ken Jebsen und Parteien wie AfD sowie der Bewegung Widerstand2020. Im Fokus des Webinars stehen die beiden Fragen: Wie artikuliert sich der Protest und welchen Effekt hat die Macht der Bilder auf die Radikalisierung des Protests?

Teilnehmende:

  • Miro Dittrich (dehate / Amadeu Antonio Stiftung)
  • Tuija Wigard (Vorstand von democ. e.V.“)
  • Nikolai Schreiter (RIAS Bayern)
  • Moderation: Kira Ayyadi (Amadeu Antonio Stiftung)

 

22.05.2020, 16-18 Uhr
Webinar „Was sind Verschwörungstheorien und welche Argumente können dagegen helfen?“
Veranstaltet von: Modellprojekt „#kopfeinschalten – Kritisch gegen Verschwörungsdenken“, durchgeführt vom Salvador-Allende-Haus der SJD – Die Falken

Das Webinar beleuchtet die Funktionsweise von Verschwörungstheorien und zeigt, weshalb sie entgegen der Meinung ihrer Anhänger*innen gerade nicht kritisch sind. Vielmehr zeichnen sie sich durch rigide Dichotomisierungen und die Einebnung jeglicher Ambivalenz aus. In einem zweiten Teil des Webinars werden einige Hinweise für die Argumentation gegen Verschwörungstheorien gegeben, die sich auf die allgemeine Struktur solcher Theorien beziehen und davon dispensieren, zu jeder neuen vermeintlichen Verschwörung intensiv recherchieren zu müssen. Zielgruppe: Erwachsene, Lehrer*innen und Multiplikator*innen.

 

25.05., 10-11:30 Uhr
Webinar „Wenn Argumente nicht mehr helfen – Prävention durch Erzählen? – Narrative Gesprächsgruppen an Schulen“
Veranstaltet durch: Cultures Interactive (Tina Heise, Niklas Vögeding, Harald Weilnböck)

Verschwörungsmythen, Antisemitismus und Rassismus finden sich bei Schüler*innen nicht nur in Brennpunkt-Schulen im ländlichen Raum, und sind oft verbunden mit einer schulweiten Unkultur des Dominanz- und Erniedrigungsverhaltens/ Mobbing. Das Internet verstärkt dies. Die Ursachen liegen aber stets im Offline (Biografie, Familiengeschichte, Erziehungsstil, Sozialraum, Milieu), so auch die Lösungen, z.B. gemeinsames soziales und emotionales Erfahrungslernen in offenen „narrativen Gesprächsgruppen“, ohne Lehrplan, ohne fixe Themen, aber als Teil des schulischen Regelunterrichts, der gleichwohl von externen Gruppenleiter*innen ausgerichtet wird.

Die Veranstaltung ist für 40 Teilnehmer*innen offen und wird im Nachhinein bei YouTube abrufbar sein.

 

25.05. & 02.06.2020, 14-16 Uhr
Webinar „‚Antisemitismus in Niedersachsen und dessen Sichtbarmachung“
Veranstaltet von: Netzwerk für Demokratie und Prävention Niedersachsen

Das Webinar bietet einen Einblick in die Arbeit der neuen Dokumentations- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle in Hannover und dient der Erarbeitung eines Begriffs von Antisemitismus, der ihn in seiner gesellschaftlichen Dimension fassbar machen und zugleich von anderen Ideologien der Ungleichwertigkeit abgrenzen soll. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Wandelbarkeit der Erscheinungsformen von Antisemitismus eingegangen und richtet sich sowohl an Neueinsteiger*innen als auch an Teilnehmende mit Vorwissen.

 

25.05., 19 Uhr
Vortrag „Antisemitische Verschwörungsmythen in Corona-Zeiten“
Veranstaltet durch: Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bremen

Das Corona-Virus komm global, unsichtbar, parasitär, heimtückisch daher – was scheint also näher zu liegen, als die Juden mit ihm in Verbindung zu bringen, denen man all das schon lange nachsagt? Und in der Tat ist den vielen Verschwörungsmythen, die heute über das Virus  kursieren, häufig genug auch der schlechte alte Antisemitismus beigemischt, manchmal neu verkleidet. Diese offenen und verdeckten Formen des Antisemitismus vom Iran bis zum „Widerstand“ wird Patrick Gensing in seinem Vortrag aufspüren.
Der Votrag wird im YouTube-Livestream des Jungen Forums der DIG Bremen übertragen.

 

26.05.2020, 18-19.30 Uhr
Webinar “Verschwörungsmythen während und mit Corona – auch das noch!”
Veranstaltet von: Jugendinitiative Spiegelbild

In unsicheren Zeiten einer Pandemie, so wie wir sie im Moment erleben, bieten Verschwörungstheorien Erklärungen und Halt. Besonders im Internet kursiert dieser Verschwörungsglaube. Lehrkräfte und Pädagog*innen sind gefordert, einen angemessen Umgang zu finden, wenn in ihrer Klasse oder im Jugendzentrum Verschwörungstheorien verbreitet werden. Darum bietet das Webinar „Verschwörungsmythen während und mit Corona – auch das noch!“ eine Plattform, sich über Funktions- und Argumentationsweisen von Verschwörungstheorien zu informieren und über Handlungsoptionen auszutauschen. Zu Beginn wird es einen kurzen Input zu den Kennzeichen und Hintergründen von Verschwörungsmythen geben. Ferner möchte das Webinar Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und einen Raum für offene Fragen bieten.

Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte, Sozialarbeitende und alle, die mit jungen Menschen arbeiten. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

26.05.2020, 19 Uhr
Online-Buchvorstellung mit Samuel Salzborn: “Kollektive Unschuld. Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern”
Veranstaltet von: Mideast Freedom Forum Berlin (in Kooperation mit der Jüdischen Volkshochschule Berlin)

Samuel Salzborns »Kollektive Unschuld. Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern« ist zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkrieges   am 8. Mai 1945 erschienen. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah galt lange als bundesdeutsche Erfolgsgeschichte. Dieses Image beginnt mit der  zunehmenden Rechtsradikalisierung in Politik und Gesellschaft mehr und mehr zu bröckeln. Das vorliegende Buch zeigt, dass in diesem bundesdeutschen Selbstbild immer schon die Geschichte der Schuld- und Erinnerungsabwehr, der Täter-Opfer-Umkehr, der Selbststilisierung als Opfer und der antisemitischen Projektion ausgeblendet wurde. Eine (selbst-)kritische Aufarbeitung der Vergangenheit hat auch 75 Jahre nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus auf gesellschaftlicher Ebene kaum stattgefunden: durch die Abwehr  der Shoah im deutschen Erinnern manifestiert sich vielmehr ein Selbstbild, das um den Mythos kollektiver Unschuld kreist.
Die Veranstaltung wird im Facebook-Livestream übertragen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Die bundesweiten Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung finden in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum statt.

 

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