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„dem Ball is’egal wer ihn tritt“

„Eine U-Bahn, eine U-Bahn bauen wir von Mönchengladbach bis nach Auschwitz…“Dieses abstoßend antisemitische Lied stimmen Fußballfans regelmäßig bei den An- und Abreisen zu den Spielen an, um die Fans der gegnerischen Mannschaft als Juden zu beschimpfen. Ausgehend von einer bisher fehlenden Auseinandersetzung mit den Inhalten des „Auschwitzliedes“ in den Fankreisen hat der in Nordrhein-Westfalen ansässige Verein „Dem Ball is’egal wer ihn tritt“ ein Pilot-Projekt gestartet: Eine mehrtägige Fahrt zum Außen- und Stammlager des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz – mit Fans aus unterschiedlichen Vereinen. Zielgruppe sind junge Fans im Alter zwischen 14 und 26, die als Multiplikatoren in die eigene Fanszene hineinwirken sollen. Bodo Berg von „dem Ball is’egal wer ihn tritt“ hält das Projekt für sehr einflussreich: „Die Botschaft ist angekommen. In Deutschland so wie in Polen. Es hat nicht nur die 25 Jugendlichen die an der Fahrt teilgenommen haben erreicht, sondern dank der Multiplikatoren viele weitere Fans.“

20 Fans im Alter zwischen 18 und 28 Jahren von verschiedenen Vereinen nahmen letztendlich an der dreitägigen Fahrt teil. Die Fans waren zutiefst bewegt von dem Besuch in Auschwitz: „Das war beklemmend. Ich hätte das nicht für möglich gehalten, dass mich das emotional so trifft“, erinnert sich ein 22-jähriger. Zwei der Fans möchten ihr Erfahrungen mit einer breiteren Masse teilen, indem sie sich im Club Fan Radio an den Besuch erinnern. Ältere könne man nicht erreichen, aber: „Die Jüngeren wissen doch gar nicht, was sie da von sich geben“. Es wird auch einen projektbegleitenden Flyer geben, welcher auf allen Fanclub-Websites zu sehen ist, um sicher zu gehen, dass alle Vereine die Augen auf ihre eigene Situation gerichtet haben. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt besonders die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rechtsextremismus im Anschluss der Fahrt in den lokalen Vereinen und in der Fanszene.

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Diffuser „Heimatstolz“ statt der Zelebrierung queerer Lebensrealitäten und Errungenschaften? Genau das ist das Ziel des sogenannten „Stolzmonats“, einer rechtsextremen Kampagne, die seit 2023 gezielt versucht via Social Media den Hass auf LGBTQIA+ Menschen zu schüren.

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