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Nach den Erfolgen nicht aufhören

Im schleswig-holsteinischen Neumünster gehören Rechtsextreme seit langer Zeit zum traurigen Alltag. Doch inzwischen bewegt sich etwas in der Stadt und man hat viel vor.

Von Lisa Herbst

Immer mehr Bündnisse gründen sich mit dem Ziel, ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Mehrere Schulen in Neumünster und Umgebung besitzen den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, weil sie sich offen mit der Thematik auseinandersetzen und ein Miteinander ohne Vorurteile und Diskriminierung anstreben. Ein weiterer Erfolg für die Stadt: dem langjährigen Neonazitreffpunkt „Club 88“ wurde Anfang März der Mietvertrag gekündigt.

Nun soll es eine gemeinschaftliche Vernetzung der verschiedenen Bündnisse geben. „Wir wollen eine Plattform aller Bündnisse, Initiativen, Stiftungen, Projekte und Vereine in Schleswig-Holstein schaffen, um mehr Demokratie und Toleranz stärken zu können“, erklärt Dieter Hanisch, Initiator des Projektes „Demokratie stärken“. Gemeinsam mit dem Verein Toleranz und Zivilcourage Neumünster hat er die Veranstaltung ins Leben gerufen, die von der Amadeu Antonio Stiftung gefördert wird. Dabei bekommen die verschiedenen Akteure aus Schleswig-Holstein die Möglichkeit, über ihre Erfahrung im Umgang mit Rechtsextremismus zu berichten und sich selbst den anderen Bündnissen und Vereinen vorzustellen.

Ein wichtiger Schwerpunkt der beiden Tage soll die gezielte Vernetzung der Schulen im Land darstellen. Dafür soll eine Ausstellung über die Schulen entstehen, die ihre Erfolge im Bereich der Integration und Bekämpfung von Rechtsextremismus vorstellt. Im direkten Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern können sich so andere Schulen Tipps und Anregungen holen. Zusätzlich werden zahlreiche Workshops und Vorträge über Neonazis im Internet bis hin zu Ratgebern, wie mit verdeckten Anmietungen von Immobilien und Räumlichkeiten durch die rechte Szene umgegangen werden sollte, angeboten.

Mit dieser Veranstaltung wird erst der erste Schritt zum gemeinsamen Handeln gegen Rechts getan. Weitere landesweite Aktionen sind schon in der Planung.

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