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Antisemitische Gewalt

Antisemitische Gewalt

Jüd*innen leben auch in Berlin oft nur unerkannt sicher. In der Öffentlichkeit Jüdische Allgemeine Zeitung lesen, religiösen Schmuck oder Kippa tragen, das ist für viele aus Angst vor Übergriffen keine Selbstverständlichkeit. Öffentliche Verkehrsmittel sind in Berlin ein Hotspot für antisemitische, aber auch andere rassistische Angriffe.

 

Antisemitische Gewalt nimmt laut Zählungen in Berlin zu. Die Berliner Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) erfasste im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 527 antisemitische Vorfälle, darunter waren 18 Angriffe. Es gab somit doppelt so viele Angriffe wie im ersten Halbjahr 2017. Menschen, die Kippa oder religiösen Schmuck trugen, wurden auf der Straße oder in der U-Bahn tragen angegriffen oder Schüler*innen in der Schule über längere Zeit massiv bedroht, zum Teil mit direkter Bezugnahmen auf den Holocaust.

 

RIAS dokumentiert verschiedene Formen antisemitischer Vorfälle in Berlin und veröffentlicht regelmäßig Berichte dazu: www.report-antisemitism.de.

 

Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) bietet mit ihrem Beratungsprojekt OFEK eine Anlaufstelle in Berlin für Betroffene antisemitischer Gewalt und Diskriminierung: www.zwst-kompetenzzentrum.de/beratung.