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Ben&Jerry’s, der FC St. Pauli und die Amadeu Antonio Stiftung unterstützen Initiativen für eine demokratische Gesellschaft in ganz Deutschland

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Auch in Zeiten des Corona-Virus gibt es sie, die guten Nachrichten: Mit der Limited Edition des Eisbechers “Melting Pott” unterstützen Ben & Jerry’s, der FC St. Pauli und die Amadeu Antonio Stiftung zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich für Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit einsetzen. Aus den Einnahmen des Eisbechers werden Projekte engagierter Initiativen unterstützt, die für eine Gesellschaft einstehen, in der kein Mensch illegal und jeder Mensch willkommen ist.  Rund ein halbes Jahr nach dem Launch des Melting Pott wurden nun aus den zahlreichen Bewerbungen insgesamt 41 Projekte für die Förderung ausgewählt.

Eis für den guten Zweck: Der „Melting Pott“ hat sein Ziel erreicht

Die Ben & Jerry’s Sorte „Melting Pott“ steht nicht nur für einen besonderen Geschmack, sondern hat auch eine starke Message. Denn Ben & Jerry’s, der FC St. Pauli und die Amadeu Antonio Stiftung hatten sich zusammengetan, um mit den Einnahmen der Sorte Initiativen, die sich für eine bunte und vielfältige Gesellschaft einsetzen, zu unterstützen. Das gemeinsame Ziel, durch den Verkauf der limitierten Edition Spenden in Höhe von 150.000 Euro zu erzielen, wurde erfolgreich erreicht. Nun werden die Spenden auf die Projekte verteilt.

Haltung zeigen und soziales Engagement gegen rechte Hetze fördern

Das ist nicht nur am „Tag gegen Rassismus“ am 21. März dringend nötig: Denn Rechtsextreme nutzen die angespannte Lage an der griechisch-türkischen Grenze, um auch hierzulande gegen Geflüchtete zu hetzen. Der Terroranschlag von Hanau hat erneut gezeigt, wie tödlich die Auswirkungen rassistischer Denkmuster sind. Trotzdem finden menschenfeindliche Parolen weiterhin Gehör, Rassismus macht auch vor Schulen, Sportvereinen und Gemeinden nicht halt. In den vergangenen Wochen wurden vor dem Hintergrund von COVID-19 insbesondere Menschen, die als asiatisch-stämmig gelesen werden, massiv rassistisch angegangen.

Engagierte unterstützen

Gleichzeitig engagieren sich die Menschen vor Ort für Menschenrechte und eine Gesellschaft ohne Diskriminierung. Sie gingen nach den rechtsextremen Attentaten von Halle und Hanau auf die Straße und solidarisieren sich mit den Angehörigen der Opfer. Sie unterstützen Geflüchtete dabei, hier anzukommen. Sie unterstützen Betroffene von Diskriminierung und machen gesellschaftliche Vielfalt sichtbar.

Ihre Stimmen müssen gestärkt werden. Im November und Dezember 2019 konnten sich daher Initiativen für eine Fördersumme zwischen 500 und 5.000 Euro aus dem Melting Pott bewerben. Swantje Abrams von Ben & Jerry’s erklärt die Auswahl der Projekte: „Eine der wichtigsten Herausforderungen bei der Auswahl der Initiativen war, darauf zu achten, dass wir einen vielseitigen inhaltlichen, geographischen und demographischen Schwerpunkt bei den Projekten legen.“

Weitere Informationen zum Auswahlprozess finden Sie auf www.benjerry.de/meltingpott

Let’s Melt Barriers – diese Projekte lassen Barrieren schmelzen

Neben vielen anderen Projekten konnten sich u.a. Rap for Refugees, die sich für die Integration und zur Stärkung der Persönlichkeit von jungen Menschen aus prekären Lebenssituationen, VDSIS e.V., die junge Musikkünstler fördern und EvaMigrA e.V., die evangelische Migrationsjugendsozialarbeit aus Hamburg über Spenden aus dem Erlös der limitierten Eis-Edition freuen. Auch die Omas gegen Rechts Gießen wurden gefördert. Mit Fortbildungen möchten sich die engagierten älteren Frauen fit machen, um Hass im Netz etwas entgegenzusetzen. Für Oma Dorothea Ritter-Röhr ist klar: „Nach den NSU-Morden, Lübke, den Anschlägen in Halle und Hanau kann eigentlich niemand mehr das Erstarken rechtsextremer Tendenzen in unserem Land negieren. Obwohl die Omas sich ursprünglich als Facebook-Gruppe zusammengefunden haben, musste ich feststellen, dass die Medienkompetenz in unserer Gruppe sehr gering ist“, erklärt Ritter-Röhr. Das soll sich jetzt ändern.

Auch Gespräche zwischen Schüler*innen und der der Zeitzeugin Renate Aris wurden durch den Melting Pott unterstützt. Renate Aris entkam nur knapp der Deportation nach Theresienstadt. Während der Bombardierung Dresdens floh sie im Februar 1945 aus der Stadt und konnte sich verstecken. Heute kehrt sie auf Einladung des Vereins Hatikva nach Sachsen zurück, um Jugendlichen von ihrer Jugend zu erzählen.

Eine ausführliche Liste der geförderten Initiativen finden Sie auf www.benjerry.de/meltingpott

 

Über das „Melting Pott“-Bündnis

Ben & Jerry‘s unterstützt in Deutschland bereits unterschiedliche Projekte, die soziale Gerechtigkeit fördern, kämpft für die Rechte von Menschen auf der Flucht und baut seit Jahren ein aktives Netzwerk an Unterstützern auf. Der FC St. Pauli arbeitet mit dem Kiezhelden Spendenbeirat in ganz ähnlicher Weise im Stadtteil und in ganz Hamburg. Das aus Verein und Fanszene paritätisch besetzte Gremium unterstützt soziale Initiativen rund um den FC St. Pauli. Ob Bildung, Anti-Rassismus-Arbeit oder Sport, der Kiezhelden Spendenbeirat unterstützt wichtige zivilgesellschaftliche und gemeinnützige Initiativen in ihrem Handeln. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt bundesweit Initiativen und Projekte, die sich gegen Rechtsextremismus und für eine demokratische Kultur stark machen. Weitere Informationen zu den durchführenden Organisationen finden Sie unter:

www.benjerry.de

www.fcstpauli.com/kiezhelden/spendenbeirat

www.amadeu-antonio-stiftung.de

Für Rückfragen oder zusätzliche Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Aylin Peker

Aylin.peker@fischerappelt.de

Philipp und Keuntje Berlin | Tel.: 040 899 699 323

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