Weiter zum Inhalt

30 Tage. Der Fastenmonat Ramadan in der Offenen Jugendarbeit

30 Tage. Der Fastenmonat Ramadan in der Offenen Jugendarbeit: Leitgedanken für einen guten Umgang miteinander.

Viele Jugendliche und ältere Kinder fasten im Ramadan und stoßen dabei oft auf Unverständnis. Gerade in Berlin verstehen viele Menschen sich als vollkommen unreligiös. Die meisten Fachkräfte in der Offenen Jugendarbeit kommen selbst aus der weiß-deutschen Dominanzkultur und kennen den Islam oft wenig aus eigener Anschauung in der Familie und im Freundeskreis. Die Bräuche und Regeln der christlichen Religionen, die trotz vermeintlich strikter Trennung von Religion und Staat den Alltag prägen, werden oft gar nicht mehr als solche wahrgenommen. Feste und kulturelle Praktiken anderer Religionen erscheinen vielen sehr ungewohnt und vielfach auch unpraktisch. Insbesondere dem Ramadan, wenn einen ganzen Monat lang tagsüber gefastet wird, auch bei heißem Wetter an langen Sommertagen, stehen viele Lehrer*innen, Erzieher*innen und pädagogische Fachkräfte oder Sozialarbeiter*innen oft verständnislos gegenüber. Viele wollen die fastenden Jugendlichen zwar unterstützen, wissen aber nicht wie.

Die in der 8-seitigen Handreichung zusammengestellten Leitgedanken wollen dort, wo das größte Unverständnis und Schwierigkeiten auftauchen (können), Tipps geben.

Ein Zusammenleben in Vielfalt und Respekt und ohne Diskriminierung beinhaltet, bestehende Ungleichbehandlungen auch im Bereich religiös-kultureller Praktiken wahrzunehmen und Religionsfreiheit für alle gleichermaßen zu verwirklichen, um die Individuen zu stärken. Gemäß Artikel 14 der UN-Kinderrechtskonvention und Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention gilt das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit auch für Kinder, und zwar für alle. Bereits ab 14 Jahren sind Kinder und Jugendliche religionsmündig und dürfen nicht in ihrer Entfaltung behindert werden.

 

Zum Anschauen und Herunterladen: 30 Tage Ramadan Jugendclub

 

 

Mitmachen stärkt Demokratie

Engagieren Sie sich mit einer Spende oder Zustiftung!

Neben einer Menge Mut und langem Atem brauchen die Aktiven eine verlässliche Finanzierung ihrer Projekte. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeit der Stiftung für Demokratie und Gleichwertigkeit.