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Beate Fischer

, 32 Jahre (staatlich anerkannt)

Am Abend des 23. Juli 1994 erwürgen drei Neonazis in Berlin die 32-jährige Beate Fischer und legen sie an eine Mülltonne. Die Sexarbeiterin ist den drei Männern zunächst in eine Wohnung gefolgt. Dem Gericht zufolge hatte die Frau dort freiwillig Sex mit allen, will aber nach einer Misshandlung gehen. Die Neonazis verhindern das und vergewaltigen die Frau mehrmals. Dann töten sie Beate Fischer. Das Gericht verhängt lebenslange Haft für den 21-Jährigen, neun und zehn Jahre Jugendstrafe für die Mittäter. Der Richter sagt in der Urteilsbegründung, die Neonazis „haben nach ihrer Wolfsmoral Sex als die Bühne ihrer Macht benutzt“.

 

Nachtrag: Beate Fischer wurde nach einer ausführlichen Untersuchung durch Wissenschaftler*innen des Zentrums für Antisemitismusforschung (PDF-Dokument) der Technischen Universität Berlin als Todesopfer rechter Gewalt nachgemeldet und staatlich anerkannt.

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