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Bernd Köhler

, 55 Jahre (staatlich anerkannt)

In der Nacht zum 22. Juli 2008 wird der 55-jährige Bernd Köhler in Templin (Brandenburg) von zwei Rechtsextremisten zu Tode geprügelt. Die Täter Sven P. (18) und Christian W. (21) trinken zuerst mit dem alkoholkranken Arbeitslosen. Als Bernd Köhler gehen will, eskaliert die Situation. Sven P. schlägt dem 55-jährigen mehrfach ins Gesicht. Doch dabei bleibt es nicht, es ist vor allem Sven P. der immer wieder auf das Opfer einschlägt und eintretet. Solange bis das Opfer an den schweren Misshandlungen stirbt. Das Landgericht Neuruppin verurteilt im Mai 2009 Sven P. zu zehn Jahren Jugendhaft wegen Mordes, Christian W. erhält wegen Beihilfe zum Mord durch Unterlassen neun Jahre und drei Monate Haft. Der Vorsitzende Richter sagte bei der Urteilsverkündung: „Bei der Wahl des Opfers spielte dessen soziale Stellung als arbeitsloser Alkoholiker, sowie das neonazistische Menschenbild der Angeklagten eine große Rolle.“ Zudem stellte die Strafkammer fest, dass den beiden Angeklagten jedes Mitgefühl fehle; einen solchen Mangel an Empathie hätten auch Folterknechte im KZ gezeigt. Im Juli 2010 reduziert das Landgericht die Haft für Sven P. auf neun Jahre, nachdem der Bundesgerichtshof das Strafmaß beanstandet hatte. Die Richter waren der Ansicht, das Neuruppiner Gericht habe den Tatbeitrag von Christian W. zu gering gewertet.

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