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Dieter Klaus Klein

, 49 Jahre

Der 49-jährige Obdachlose Dieter Klaus Klein wird in der Nacht zum 1. August 1992 im Park von Bad Breisig (Rheinland-Pfalz) von zwei rechten Skinheads zusammengetreten und danach mit einem Kampfmesser niedergestochen. Der Obdachlose, der auf einer Brunnenmauer schlief, war vom Lärm der Skinheads, die auch „Sieg Heil“ riefen, aufgewacht und hatte sich den Krach verbeten. Die 17-jährigen Täter Patrick B. und Stefan H. werden 1993 zu Haftstrafen von acht Jahren und drei Monaten beziehungsweise sechs Jahren und drei Monaten verurteilt. Obwohl die beiden Täter gegenüber der Polizei bei der Vernehmung ein rechtsextremistisches Motiv nennen, sehen die Richter dieses vor Gericht nicht.

Der Mord an Dieter Klaus Klein verdeutlicht auf schockierende Weise wie sich die rechtsextreme Szene mit menschenverachtenden Gewalttaten rühmen. Auf einer Nazikundgebung in Münster am 3. März 2012 stellt das „Aktionsbüro Mittelrhein“ ihren Lautsprecherwagen mit dem Kennzeichen AW-X-3107 (wie auf vielen anderen Nazidemos) zur Verfügung. Das Autokennzeichen spielt auf den Mord an Dieter Klaus Klein an, der in der Nacht des 31.07. auf den 01.08. getötet wurde. Dieter Klaus Klein zählt trotz dieser offensichtlichen Verhöhnung bis heute nicht offiziell in den Phänomenbereiches PMK-rechts. Seit März 2012 wird gegen das „Aktionsbüro Mittelrhein“ ermittelt, da die neonazistische Kameradschaft von den Ermittlungsbehörden als „kriminelle Vereinigung“ bewertet wird.