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Klaus-Peter Beer

, 48 Jahre

In der Nacht zum 7. September 1995 wird der Busfahrer Klaus-Peter Beer in Amberg (Bayern) von den rechten Skinheads Richard L. und Dieter M. massiv geschlagen und schwer verletzt in die Vils geworfen. Klaus-Peter Beer ertrinkt. Die beiden Rechten wollen dem 48-jährigen Opfer „einen Denkzettel verpassen“, da sie von dessen Homosexualität wissen. Richard L. und Dieter M. treten unzählige Male mit ihren Springerstiefeln auf das wehrlose Opfer ein und werfen ihn anschließend in die Vils, wo er ertrinkt. Das Landgericht Amberg verurteilt die Täter am 29. April 1998 in zweiter Instanz wegen Totschlags zu zwölf Jahren und acht Jahren Haft. In der Urteilsbegründung sagt der Richter, die Scheußlichkeit und Menschenverachtung, mit der sie vorgingen, erinnerten an die „düstersten Zeiten der deutschen Geschichte“.

Im September 2010 übergab die ver.di Jugend eine Gedenktafel symbolisch an die Stadt. Es war die erste sichtbare Erinnerung an Klaus-Dieter Beer. Die Übergabe fand im Rahmen einer Gedenkkundgebung statt, die von circa 40 Neonazis gestört wurde.
Im Zuge der Selbstenttarnung des NSU wurde nun bekannt, dass einer der Täter, Richard L., aus dem Gefängnis heraus Kontakt mit Mandy S. hatte. Sie engagiert sich für die rechtsextremistische „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige“ (HNG), die im September 2011 verboten wurde. Mandy S. verhilft 1998 den drei Mitgliedern der Zwickauer Terrorzelle zu einem Unterschlupf, als diese per Haftbefehl gesucht werden. Beate Zschäpe nimmt zeitweise die Identität von Mandy S. an.

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