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Vernetzungskonferenz „Queerfeindlichkeit in der Regenbogenhauptstadt“

01.12.2025, Berlin: Konferenz „Queerfeindlichkeit in der Regenbogenhauptstadt – Die Rolle von Ermittlungsbehörden und Justiz beim Schutz von queerem Leben in Berlin“

Im bundesweiten Vergleich steht Berlin gut da bezüglich der Sensibilisierung und Professionalisierung von Ermittlungsbehörden und Justiz für den Umgang mit Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und anderen menschenverachtenden Ideologien – sowohl in der Strafverfolgung als auch in Hinblick auf die internen Strukturen. Ein 11-Punkte-Plan der Berliner Polizei „zur internen Vorbeugung und Bekämpfung von möglichen extremistischen Tendenzen“, Beauftragte und Ansprechpersonen zu verschiedenen Phänomenbereichen, die Einrichtung eines Landesfonds zur Unterstützung Betroffener „politisch-extremistischer Straftaten“ und nicht zuletzt das einmalige Landesantidiskriminierungsgesetz: Berlin ist Vorreiter in diesem Bereich. Dennoch scheidet eine Richterin mit AfD-Mitgliedschaft erst aus dem Amt, nachdem sie wegen Terrorverdacht verhaftet wird, werden Verfahren wegen rassistischer Gewalt kommentarlos eingestellt, oder kommen Videos mit beleidigenden und gewalttätigen Polizeibeamt*innen an die Öffentlichkeit.

Mit der Konferenz „Queerfeindlichkeit in der Regenbogenhauptstadt – Die Rolle von Ermittlungsbehörden und Justiz beim Schutz von queerem Leben in Berlin“ am 01.12.2025 knüpfen wir an erfolgreiche Veranstaltungen der vergangenen Jahre an, in denen Vertreter*innen von Berliner Ermittlungsbehörden und Justiz mit Zivilgesellschaft anderen Fachexpert*innen zusammengekommen sind. Dabei liegt der Fokus darauf, Perspektiven und Bedarfe Betroffener sichtbar zu machen und ins Zentrum zu rücken und so als handlungsleitend für notwendige Verbesserungen zu begreifen.

Queerfeindlichkeit ist ein zentrales Phänomen einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung in Deutschland und eskaliert nicht selten in Anfeindungen, Bedrohungen und Gewalt gegen Organisationen und Einzelpersonen. Prominente Beispiele hierfür sind die systematischen Übergriffe von extrem rechten Gruppen auf CSDs, wie sie vielerorts zu beobachten waren. In der „Regenbogenhauptstadt“ Berlin wird seit Langem mit einer Vielzahl von Maßnahmen auch in Ermittlungsbehörden und Justiz auf Hassgewalt und Menschenfeindlichkeit reagiert, um die Situation von queeren Menschen in der Stadt zu verbessern. Dennoch steigen nicht nur die registrierten Fälle queerfeindlicher Gewalt in Berlin, auch berichten Betroffene immer wieder davon, sich nicht ausreichend unterstützt zu fühlen von staatlichen Akteuren oder wenden sich gar nicht erst an Polizei und Justiz mit Furcht vor weiteren negativen Erfahrungen. Was sind also die verschiedenen Perspektiven auf die Situation, was gemeinsame Herausforderungen und welche Verbesserungen können von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren gemeinsam erreicht werden?

Das diskutieren Expert*innen aus Sicht von Behörden sowie der Betroffenenperspektive auf zwei Panels:

  • Panel 1: „Betroffene von queerfeindlicher Gewalt besser erreichen und unterstützen – Perspektiven aus und auf Ermittlungsbehörden und Justiz“
  • Panel 2: „Notwendige Maßnahmen gegen Queerfeindlichkeit in Berlin – mit und über Ermittlungsbehörden und Justiz hinaus“

 

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