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Wie kommen wir in einen offenen Austausch zum Nahostkonflikt in der Jugendarbeit?

Jedes Jahr laden wir Kolleg*innen aus anderen Projekten und Trägern von Bildungs- und Jugendarbeit ein, um über Fragen von Rassismus- und Antisemitismuskritik zu sprechen. Vor allem geht es uns um eine gute Verbindung beider Ansätze, die sich leider oft auch entgegenstehen. Ein zentraler Streitpunkt ist dabei immer wieder und auch immer schärfer der Nahostkonflikt bzw. Israel/Palästina-Konflikt. Auch erfahrende Fachkräfte der Jugend- und Bildungsarbeit trauen sich oft nicht an das Thema ran, weil es so unmittelbar politisch und emotional aufgeladen ist. Aber für viele Jugendliche ist der internationale Konflikt ganz unmittelbar relevant, und er ist Teil des öffentlichen Diskurses, an dem alle teilhaben können müssen.

Mit den BildungsBausteinen e.V., dem Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. und ufuq.de haben wir vereinbart, gemeinsam und mit weiteren Partner*innen einen Braver Space zu organisieren. Ein Braver Space gilt als besondere Form des Safer Space: Die Teilnehmer*innen besprechen bewusst schwierige und strittige Themen und es ist auch Streit möglich, weil alle Beteiligten sich der gegenseitigen Anerkennung und Solidarität sicher sind.

Doch wie gestaltet man einen solchen Braver Space? Und: Wovor hat man eigentlich Angst beim Sprechen über Israel/Palästina? Stimmt es, dass man schnell als antisemitisch oder als rassistisch abgestempelt wird, oder glaubt man das nur? Und wo liegen beim mutigen Ansprechen sensibler Fragen doch auch Grenzen? Und mit welchen der vielen strittigen Themen fangen wir an? Müssen wir über den Konflikt selbst sprechen oder mehr über unseren Konflikt mit dem Konflikt? Geht es eher um Sachfragen oder vielmehr um pädagogische Konzepte wie die bei diesem Thema immer wieder eingeforderte „Ambiguitätstoleranz“? Was bedeutet Ambiguitätstoleranz eigentlich, wenn nicht jede Sichtweise „gleich gültig“ sein soll? Und last but noch least: Soll es ein Fachtag werden, eine digitale Reihe oder eine Internetseite?

Wir haben da noch viel zu besprechen und vorzubereiten! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im nächsten Jahr und sind selbst gespannt, was dabei rauskommt! Nur Eines ist sicher: Wir müssen reden über Israel/Palästina!

Dieses Jahr haben wir mit Transaidency e.V. bereits einen Fachtag zur Bildungsarbeit über den Nahostkonflikt veranstaltet, an dem auch Kolleg*innen des ju:an-Ratschlags beteiligt waren.

Unser ju:an-Ratschlag hat schon Tradition und bereits das letzte Mal ging es um den Streit zwischen Anti-Rassismus und Anti-Antisemitismus, im ersten ju:an-Ratschlag ging es zunächst sehr allgemein um die Bedeutung der Kooperationen von Selbstorganisationen im Bereich der Antisemitismus- und der Rassismuskritik.

 

 

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Sexistisch, frauenfeindlich, queerfeindlich. Menschenfeindliche Botschaften, Angriffe auf Gleichstellung, politische Strategien gegen Emanzipationsbestreben. Antifeminismus zeigt sich vielfältig. Wir erfassen und dokumentieren Fälle, unabhängig davon, ob sie angezeigt wurden und unabhängig davon, ob sie einen Straftatbestand erfüllen oder unter der sogenannten Strafbarkeitsgrenze liegen. Relevant ist die antifeministische Dimension. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Betroffenen.

Rechts
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Der jährliche Bericht über rechtsextreme Tendenzen in der Rechtsprechung wird auch in diesem Jahr von uns gefördert: Die Feinde der Demokratie sind so erfolgreich wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Sie verschieben die Grenzen, die das Grundgesetz vorgibt. Im Report »Recht gegen rechts« 2023 beschreiben prominente Autorinnen und Autoren die wichtigsten Fälle. Eine dringliche Bestandsaufnahme der Reaktion von Politik und Justiz auf die wachsende Gefahr von rechts.

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Podcast: Demokratieheld*innen im Gespräch

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