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Online-Tool gegen antisemitische Kommentare

In Kommentarspalten, bei Facebook und Twitter tauchen häufig die immer selben antisemitischen Ressentiments auf. Häufig ist es ermüdend und zeitaufwendig darauf zu reagieren. Mit einem neuen Onlinetool der Amadeu Antonio Stiftung kann nun einfach und schnell auf die gängigsten antisemitischen Kommentare in sozialen Netzwerken reagiert werden.

„Man darf ja nichts sagen, sonst ist man gleich ein Antisemit.“
„Ich habe ja nichts gegen Juden, aber …“
„Die Zionisten sind die Nazis von heute!“

Solche und andere antisemitische Kommentare finden sich massenhaft in Sozialen Netzwerken. Oft werden sie nicht gelöscht, weil sie strafrechtlich nicht relevant sind. Und Userinnen und User sind überdrüssig, immer wieder penibel jedes dieser vermeintliche Argumente zu widerlegen.

Die Amadeu Antonio Stiftung hat ein Online-Tool erarbeitet, mit dessen Hilfe Userinnen und User in Sozialen Netzwerken einfach und schnell auf die gängigsten antisemitischen Kommentare reagieren können. Auf der Webseite www.nichts-gegen-juden.de finden sich vorgefertigte Antworten, die in Kurzform erklären, warum die jeweiligen Argumente nicht haltbar sind und entlarven sie mit einem Augenzwinkern als das was sie sind: antisemitische Vorurteile.

Die aufgeheizte Stimmung im Zuge der Gaza-Demonstrationen des letzten Sommers hat gezeigt, wie sich der Antisemitismus vom Netz auch auf die Straße überträgt. Offen antisemitische Parolen, die lange Zeit nur in der vermeintlichen Anonymität des Internets geäußert wurden, sind massenhaft auch auf den Demonstrationen zu hören gewesen. Gleichzeitig stiegen antisemitische Straftaten und gewalttätige Übergriffe massiv an.

Nichts ist gefährlicher, als antisemitische Argumentationen unkommentiert stehen zu lassen. Deshalb können Userinnen und User jetzt auf unsere Gegenargumente verweisen. Daneben stellt die Projektseite auch ergänzende Informationen über Erscheinungsformen des Antisemitismus und Gegenstrategien zur Verfügung. Jedes der vermeintlichen Argumente hat darüber hinaus eine eigene facebook-Seite. So stoßen Userinnen und User, die gezielt Gruppen mit solchen Slogans beitreten wollen, unweigerlich auf Informationen zur Entkräftigung.

Das Online Tool www.nichts-gegen-juden.de wurde entwickelt im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus, die durch das Bundesfamilienministerium im Rahmen des Programms „Initiative Demokratie stärken“ gefördert werden.

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Tahera
Kampagne

Israelhass und Judenhass lassen sich nicht trennen!

Wie reden wir in Deutschland über die Situation in Israel und den palästinensischen Gebieten? Wo haben antisemitische Annahmen und Bilder ihre Finger im Spiel? Die Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus machen mit vier Plakatmotiven auf Antisemitismus aufmerksam. Was bedeuten sie?

Veranstaltung

Stadion-Aktionstag für Betroffene rechter Gewalt

Der Fußballverein Tennis Borussia Berlin veranstaltet gemeinsam mit dem Opferfonds CURA einen Aktionstag für Betroffene rechter Gewalt. Beim Heimspiel am 13. Spieltag der Männer-Regionalliga-Nordost stellt der Opferfonds seine Arbeit im Stadion vor und mit besonderen T-Shirts zum Aufwärmen wird an die 14 Todesopfer rechtsextremer Gewalt seit 1990 in Berlin erinnert.

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