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Podcast

Podcast #14 Verschwörungsglaube bei Erwachsenen

Von Echsenmenschen, Chemtrails und implantierten Chips – Verschwörungsmythen scheinen häufig zu absurd, um weitere Diskussionen zu verdienen. Doch spätestens seit der Corona-Pandemie und den Querdenken-Protesten hat sich gezeigt, dass Verschwörungsmythen nicht nur wilde Phantasien von einzelnen, verwirrten Menschen sind. Sie sind anschlussfähig an Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft und verbreiten sich rasant. Vor allem ältere Erwachsene glauben an Verschwörungsideologien und verbreiten diese. Woran liegt das? Welche Funktion haben Verschwörungsideologien und welche psychischen Bedürfnisse erfüllen sie? Welche Herausforderungen stellen sich für eine demokratische Gesellschaft?

Über diese Fragen sprechen wir in der neuen de:hate Podcast-Folge mit unseren Kolleginnen Lisa Geffken und Elisabeth Fast von der Fachstelle für Politische Bildung und Entschwörung. Außerdem haben wir Katharina Hindelang vom Bündnis Halle gegen Rechts und Marius Dähne von der Volkshochschule Leipzig getroffen, die von ihren Erfahrungen im Zusammenhang mit Verschwörungsideologien erzählen. Was haben diese mit rechtsextremen Einstellungen zu tun? Wo liegen Chancen und Grenzen der Aufklärungsarbeit und braucht es in der politischen Bildungsarbeit um Verschwörungsideologien nachhaltig entgegenzuwirken?

 

Elisabeth Fast: Aber was auffällig ist: Es ist eben nicht so, dass das Phänomen im Jugendalter total stark ist und dann im Erwachsenenalter abnimmt, sondern bestimmte andere Studien gehen sogar davon aus, dass das andersherum der Fall ist. 

Katharina Hindelang: Vor allem die Leute, die das auch vornehmlich organisieren, die dort auch sprechen, sind ältere Erwachsene, und was wir sonst noch als Besonderheit oder was mir immer wieder aufgefallen ist, ist eben die Schwierigkeit, mit solchen Menschen zu kommunizieren.

Marius Dähne: Also ich glaube, eine Besonderheit ist die Bedarfe richtig, die Bedarfe richtig zu ermitteln, weil man muss immer schauen, was gerade obenauf liegt, was die Menschen interessiert, muss ein Feeling haben, um sie dort abzuholen.

Lisa Geffken: Das große Problem in unserer Gesellschaft ist, dass in so einer Regelbiografie politische Bildung ab dem Jugendalter eigentlich nicht mehr vorgesehen ist. 

Bei PEGIDA in Dresden, bei den sogenannten Montagsmahnwachen für den Frieden oder bei den Querdenken-Protesten: Bei diesen Anlässen nahmen Verschwörungsideologien eine wichtige Rolle ein und sie verbreiteten sich rasant.

Wer kennt sie nicht: Arbeitskolleg:innen, Nachbar:innen, Freund:innen oder Verwandte, die plötzlich sehr überzeugt sind von etwas, dafür streiten und sogar Beziehungsabbrüche in Kauf nehmen – weil sie an Verschwörungserzählungen glauben. Doch dabei bleibt es häufig nicht. Sie möchten andere ebenfalls von ihren Vorstellungen überzeugen, können irgendwann kaum noch über etwas anderes sprechen und im schlimmsten Fall verschwinden sie vollkommen in der “neu” entdeckten Welt.

Spätestens an diesem Punkt wird es sehr schwer, die Personen nicht im Dschungel der Verschwörungsideologien zu verlieren. Was dabei auffällt: Es sind oftmals  (ältere) Erwachsene, also Menschen ab 40, die Verschwörungsideologien glauben und verbreiten. Doch woran liegt das? Welche Bedeutung haben Verschwörungsideologien für Erwachsene und vor welche Herausforderungen stellt das Akteur:innen aus der demokratischen Zivilgesellschaft?

Eine Möglichkeit, um Verschwörungsideologien entgegenzuwirken, ist, über sie im Rahmen politischer Bildungsarbeit aufzuklären. Doch welche Mittel und Ansätze gibt es in der allgemeinen Erwachsenenbildung, um Verschwörungsideologien kreativ und professionell zu begegnen?

Herausfordernder Verschwörungsglaube

Katharina Hindelang: Natürlich ganz präsent und plakativ auf Demonstrationen, die teils mehrmals auch wöchentlich stattfinden.

Sagt Katharina Hindelang – sie ist Mitglied des Sprecher:innenkreises bei “Halle gegen Rechts”. Das ist ein breites, zivilgesellschaftliches Bündnis in Halle an der Saale, das aus über 40 Organisationen und 100 Einzelpersonen besteht. Der Schwerpunkt der Bündnis-Arbeit liegt im Engagement gegen die extreme Rechte.

In den letzten Jahren hat Katharina für das Bündnis auch das Projekt “Koalition gegen Antisemitismus” geleitet. Verschwörungsideologien sind ihr in Halle vor allem bei Demonstrationen und Kundgebungen auf der Straße begegnet. Dabei spielen nicht nur stadtbekannte Rechtsextreme eine Rolle, sondern auch die Anti-Corona-Demos seit dem Ausbruch der Pandemie:

Katharina Hindelang: Das sind Redebeiträge, in denen Verschwörungserzählungen wiedergegeben werden, das sind Sprechchöre, es sind Plakate, es sind Sticker und T-Shirts etc. Genau da geht’s um Verschwörungserzählungen wie die „New World Order“, um den „Great Reset“, um den angeblichen Kampf der USA gegen den Rest der Welt und Deutschland als besetztes Land durch die USA etc. 

Bei Verschwörungsideologien wie “New World Order” oder dem “Great Reset” geht es immer darum, dass angeblich eine im Geheimen agierende Elite in Politik und Wirtschaft die Machtübernahme plane.

Zu Beginn der Corona-Pandemie war wenig über die Hintergründe des Ausbruchs und über den Krankheitserreger bekannt. Dadurch ließ sich das Ereignis “Corona-Pandemie” nahezu perfekt in Verschwörungsideologien einfügen: Die Pandemie sei von den großen Pharma-Firmen geplant worden, um Geld mit Impfungen zu verdienen oder sie sei eine Machenschaft “der Eliten”, um die Weltbevölkerung zu dezimieren.

Neben Demonstrationen beobachtet Hindelang vermehrt auch öffentliche Veranstaltungen, bei denen Redner:innen Verschwörungsideologien verbreiten:

Katharina Hindelang: Gerade im letzten Jahr hatten wir zum Beispiel Daniele Ganser hier in Halle in einer der größten Bühnen, die die Stadt zu bieten hat, haben dort auch Gegenprotest organisiert und nehmen da auch – genau, nehmen da auch einen breiten Zuspruch in der Bevölkerung war und sehr viel Unverständnis dafür, warum wir zum Beispiel protestieren und da dagegen sind. 

Das Bündnis “Halle gegen Rechts” lässt solche Veranstaltungen nicht unkommentiert, sondern macht auf das Verbreiten von Verschwörungsideologien aumerksam und mischt sich immer wieder ein.

Dafür bekommen sie nicht nur Applaus. Zudem fällt Hindelang und ihren Mitstreiter:innen auf: Bei politischen Kundgebungen mit verschwörungsideologischen Inhalten stehen ihnen auch viele (ältere) Erwachsene gegenüber.

Katharina Hindelang: Vor allem die Leute, die das auch vornehmlich organisieren, die dort auch sprechen, sind ältere Erwachsene, und was wir sonst noch als Besonderheit oder was mir immer wieder aufgefallen ist, ist eben die Schwierigkeit, mit solchen Menschen zu kommunizieren. Also, es ist schwierig, irgendwie vorzugehen – da ist so eine Faktenresistenz da und so ein Unwillen quasi, sich irgendwas sagen zu lassen, und das ist auch nochmal was explizites, was ich an diesen älteren Erwachsenen ausmachen würde. 

Ortswechsel. Wir sind in den Leipziger Westen gefahren und besuchen dort den Offenen Freizeittreff “Völkerfreundschaft”.

Marius Dähne: Hallo, Mein Name ist Marius Dähne, ich arbeite für die Volkshochschule Leipzig in Grünau.

Grünau zählte neben Berlin-Marzahn und Halle-Neustadt zu den größten Plattenbausiedlungen in der DDR. Nach 1990 verlor der Stadtteil circa die Hälfte seiner Bewohner:innen und war von da an geprägt von Leerstand und Rückbau. Heute leben hier fast 50.000 Menschen. Dähne spricht von einer “speziellen sozio-demographischen” Zusammensetzung der Bewohner:innen: Einem hohen Anteil über 65-Jähriger steht ein hoher Anteil unter 18-Jährigen gegenüber, viele Menschen sind arm und seit 2015 fanden hier viele Migrant:innen günstige Wohnungen.

Ähnlich wie in Halle lassen sich auch in Grünau antidemokratische und rechtsextreme Tendenzen feststellen:

Marius Dähne: Kurz nach Kriegsbeginn im Februar letzten Jahres waren vermehrt Russlandflaggen zu sehen an den Balkonen hier in den Blöcken. Das Z-Symbol war viel zu sehen und allgemein gibt es hier im Stadtteil große Probleme mit Menschen aus dem rechten Spektrum. 

Das sogenannte Z-Symbol nutzen russische Streitkräfte bei ihrem Angriffskrieg auf die Ukraine zur Kennzeichnung ihrer Panzer und anderer Militärfahrzeuge. Das Symbol wird als Befürwortung des Angriffskrieges verstanden und in Deutschland kann das Zeigen oder Anbringen des “Z”s als „Belohnung und Billigung“ von Verbrechen sogar strafbar sein.

Doch das häufige Auftauchen des “Z”-Symbols weist vor allem darauf hin, dass Personen den Angriffskrieg auf die Ukraine befürworten und potenziell der Desinformation des Kremls vertrauen. Das ist ein Grund zur Sorge. Hinzu kommt, dass sich diese Desinformation im Stadtteil verbreitet:

Marius Dähne: Wir haben verschiedenste Veranstaltungen, zum Beispiel zum Ukrainekonflikt, zum Angriffskrieg von Russland gemacht, Podiumsdiskussionen über die Energiekrise und da kam dann schon vermehrt aus dem Publikum immer so Rückfragen, gerade was, wenn nicht Rückfragen, sondern Fragen zur NATO und warum die NATO schuldig ist, und nicht Russland? Warum die ganze Gasversorgung, das ist ja alles abgekartetes Spiel ist, um Russland abzuschneiden etc.

Als Koordinator des VHS-Programms hat Dähne Kontakt zu vielen Menschen. Einer Personengruppe kommt dabei eine wichtige Rolle zu: Den Kursleiter:innen. Die VHS übernimmt die Aufgabe, die allgemeinen Rahmenbedingungen zu organisieren. Doch die Kursleiter:innen sind es, die die Veranstaltungen tatsächlich durchführen.

Marius Dähne: Es ging darum, dass wir Hygienevorschriften bekommen hatten, die umgesetzt werden mussten, um die Pandemie einzudämmen. Und da gab es natürlich dann zwei-drei Kursleiter*innen, die das Ganze, die die Pandemie verharmlost haben, negiert haben, das ganze ins Lächerliche gezogen haben und ergo dann die Hygienemaßnahmen nicht umsetzen wollten, weil sie schlicht und einfach daran nicht geglaubt haben und dann in ihren Kursen gesagt haben, dass die Hygienevorschriften nicht umgesetzt werden müssen und das Ganze geleugnet haben.

Das stellte Marius Dähne vor Herausforderungen, denn kontrollieren konnte er die Umsetzung der Hygienemaßnahmen nicht überall. Außerdem geriet er auch mit verschwörungsideologischen Teilnehmer:innen wegen der Hygienevorschriften in Konflikt und machte dabei typische Erfahrungen mit Verschwörungsideologien:

Marius Dähne: Bei den Teilnehmerinnen, dass man halt in so eine Argumentationsschleife kommt, die sich immer und immer wieder wiederholt. Also man kommt rational fast nicht ran. Es gibt für alles Erklärungen von Verschwörungsseite und es fällt schwer, da rational zu argumentieren, weil wenn man nicht darauf trainiert ist und nicht so darauf vorbereitet ist.

Marius Dähne musste selbst feststellen, dass mit bloßer Auseinandersetzung und rationalen Argumenten verschwörungsideologische Personen oft nicht mehr zu erreichen sind.

Ähnliche Situationen erlebte auch Katharina Hindelang. Als Bündnis “Halle gegen Rechts” haben sie sich gefragt, vor welchen Herausforderungen sie in diesen Situationen genau stehen.

Katharina Hindelang: Und es ist halt so, wir haben zum Teil eine eigene Handlungsunfähigkeit innerhalb des Bündnisses ausgemacht. Also, der Umgang damit ist einfach schwieriger, als wenn da jetzt ein Neonazi-Aufmarsch ist, wo man sich klar einfach dagegen stellt, weil es da sehr eindeutig ist, wo die Probleme liegen. 

Verschwörungsglaube als Weltbild

Bevor wir uns damit befassen, wie man mit Verschwörungsideologien ganz praktisch umgehen kann und was man präventiv gegen sie tun kann, treten wir einen Schritt zurück und fragen uns: Was ist eigentlich so problematisch an Verschwörungsideologien?

Antworten darauf haben Elisabeth Fast und Lisa Geffken. Sie arbeiten bei der Fachstelle für politische Bildung und Entschwörung der Amadeu Antonio Stiftung in Leipzig.

Elisabeth Fast betont den politischen und umfassenden Charakter von Verschwörungsideologien:

Elisabeth Fast: Also ich finde, das Wichtige, was man bei Verschwörungsideologie verstehen muss, ist, dass es sich dabei um ein Weltbild handelt. Also es ist nicht irgendeine wilde Fantasie von einzelnen Leuten oder irgendeine komische Vorstellung, oder einfach nur jemand ist ein bisschen komisch drauf, sondern dass – dahinter steckt, ein ganz bestimmtes Weltbild, was mit bestimmten antidemokratischen und antiliberalen Werten verbunden ist.

Ein Weltbild kann man auch als Weltanschauung verstehen, als ein Modell mit Annahmen und Überzeugungen über die Beschaffenheit der Welt und der Gesellschaft. Unser Weltbild hat Auswirkungen darauf, wie wir Dinge und Ereignisse betrachten, wie wir sie deuten und erklären. Lisa Geffken ergänzt:

Lisa Geffken: Das Problem ist, wenn man das Phänomen Verschwörungsideologien als eine Marotte von Einzelpersonen begreift, dass man das Phänomen individualisiert und damit auch entpolitisiert. Und wir sagen, Verschwörungsideologien sind ein gesellschaftliches Phänomen, also eine Ideologie, ein Weltbild.

Das verschwörungsideologische Weltbild wird in der Wissenschaft zu den autoritären Welteinstellungen gezählt.

Elisabeth Fast: Genau das ist ja auch durch bestimmte Studien, die schon seit den 40er, 50er Jahren erhoben werden, hinlänglich als ein Phänomen bekannt, dass von dem großen Spektrum von autoritären Welteinstellungen oder zu den antidemokratischen, rechtsextremen Weltbildern dazugehört. Dies wird unterschiedlich benannt, und manchmal sagt man Verschwörungsideologie, manchmal Verschwörungsmentalität, das ist auf jeden Fall ein Merkmal von autoritärer Vergesellschaftung.

Vergesellschaftung meint an dieser Stelle den Prozess, der Individuen, also einzelne Personen, zu Mitgliedern unserer Gesellschaft macht. Wichtig ist, dass zum verschwörungsideologischen Weltbild die Ablehnung von demokratischen Werten und die Nähe zu rechtsextremen Einstellungen gehört.

Der Glaube an Verschwörungsideologien fungiere häufig wie ein “Dosenöffner” in die Welt der rechtsxtremen Einstellungen, wie Lisa Geffken warnt:

Lisa Geffken: Das ist immer die Gefahr bei Verschwörungsideologien, dass sie wie so ein Brückenkopf oder wie ein Scharnier in andere menschenfeindliche Ideologien wirken. Und man kann sagen, Rechtsextremismus hat immer auch verschwörungsideologische Momente, aber nicht jeder Mensch, der eine Verschwörungserzählung erzählt oder der an Verschwörungsideologien glaubt, ist automatisch rechtsextrem. 

Elisabeth Fast: Also, es gibt keine rechtsextreme Ideologie, die ohne Verschwörungsideologie auskommt, dass ist bei anderen Ideologien durchaus nicht so, und deswegen kippt das oft so in die rechte Richtung, auch wenn sich das zunächst vielleicht nicht rechts, links oder vielleicht sogar anti-rechts gebart.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, wieso Personen an Verschwörungsideologien glauben. Durch die Nähe zu extrem rechten Einstellungen wird die Frage umso drängender. Eine Antwort darauf ist, dass das Glauben von Verschwörungsideologien eine Funktion erfüllen  kann:

Lisa Geffken: Menschen glauben nicht an Verschwörungsideologien, weil sie überzeugend sind, sondern weil sie psychologische Funktionen für sie erfüllen. Meistens sind das biographische oder gesellschaftliche Krisenmomente, die die Menschen erleben, die bei ihnen Ohnmachtsgefühle auslösen, und Verschwörungsideologien sind eine Art Bewältigungsmechanismus oder ein Platzhalter für tiefergehende Ohnmachtsgefühle.

Der Glaube von Erwachsenen an Verschwörungen

Der Glaube an Verschwörungsideologien stellt also eine Möglichkeit dar, um mit krisenhaften Erlebnissen einen Umgang zu finden. Dabei fällt auf: Während andere Bewegungen oftmals hauptsächlich als Jugendphänomen erscheinen, ist das bei Verschwörungsideologien anders.

Elisabeth Fast: Es gibt verschiedene Studien, die sagen, Jugendliche glauben in einem mindestens genauso großen Ausmaß wie Erwachsene an Verschwörungsideologien. Aber was auffällig ist: Es ist eben nicht so, dass das Phänomen im Jugendalter total stark ist und dann im Erwachsenenalter abnimmt,  sondern bestimmte andere Studien gehen sogar davon aus, dass das andersherum der Fall ist. 

Verschwörungsideologien stoßen bei Erwachsenen anscheinend auf fruchtbaren Boden. Doch woran liegt das – welche biographischen und gesellschaftlichen Krisenmomente erleben Erwachsene, die sie mit Verschwörungsideologien bewältigen?

Lisa Geffken sieht dafür verschiedene Gründe. Einen Aspekt erkennt sie in der Krise der Demokratie:

Lisa Geffken: Eine zentrale Ursache ist eine reale oder vermeintlich verlorene Geltungsmacht in dieser Gesellschaft, also den Eindruck, auf bestimmte Entscheidungen, deren Konsequenzen das eigene Leben betreffen, keinen Einfluss zu haben. Das ist zum Teil ein subjektiver Eindruck. Es gibt aber auch, was sich in der Forschung auch belegt ist, tatsächlich die Erscheinung, dass die Demokratie hier in der Krise ist und dass die Gesellschaft in manchen Aspekten tatsächlich weniger demokratisch geworden ist.

Ein weiterer Aspekt ist, dass sich unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten verändert und zum Teil modernisiert hat. Von diesen Prozessen fühlen sich manche Personen überfordert und “nicht mitgenommen”.

Lisa Geffken: Es gab Wirtschaftskrisen, soziale und Umweltkrisen, und gleichzeitig ist die Gesellschaft in manchen Aspekten auch offener geworden. Es kam zu Demokratisierungs- und Öffnungsprozessen. Es wurde zum Teil auch der Deutungs- oder der alleinige Deutungsanspruch von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen in Frage gestellt. Auch andere Stimmen wurden stark, zum Beispiel von Frauen, von Transmenschen, von POCs, und zum Teil auch nur der Eindruck, dass man in Relation einfach weniger zu sagen hat und die eigene Stimme nicht mehr Gehör findet.

Zum einen erleben Menschen also den gesellschaftlichen Demokratisierungs- und Öffnungsprozess der letzten Jahrzehnte als Ohnmachtsgefühl. Daneben sind jedoch auch Wirtschafts- und Umweltkrisen oft Ereignisse, die solche Gefühle auslösen.

Die Corona-Pandemie ist ein sehr anschauliches Beispiel für eine globale Gesundheitskrise, mit einem Ausmaß, das wir bis dahin noch nicht kannten. Ängste, Ohnmacht, Einsamkeit – all diese Emotionen sind in einer solchen Krise besonders präsent.

Lisa Geffken: Das ist etwas, was durch die Pandemie natürlich auch nochmal verstärkt worden ist, und daran kann man auch ganz gut erklären, wie dann die Funktion von Verschwörungsideologien ist. Weil dann kann man sich bei Telegram organisieren oder bei Facebook, man lernt plötzlich andere Leute kennen, hat ganz viele neue Freunde, die das eigene Weltbild bestätigen, und gleichzeitig – es ist dadurch auch so eine Art Teufelskreis – fällt auch ein korrigierendes Umfeld weg, wenn man sich aus anderen Sozialgruppen zurückzieht und da weniger andere Einflüsse von anderen Menschen hat, die vielleicht auch nochmal den Verschwörungsglauben in Frage stellen würden. 

Politische Bildung gegen Verschwörungsideologien

Lisa Geffken und Elisabeth Fast sind nicht nur Expertinnen für Verschwörungsideologien. Zu ihrem Arbeitsschwerpunkt gehört auch die “Entschwörung”. Für die beiden bedeutet das: Sie unterstützen Menschen ab 40 Jahren beim Erkennen und Analysieren von Verschwörungserzählungen.

Sie verfolgen dabei den Ansatz, Verschwörungsideologien nicht nur auf einer faktischen Ebene zu behandeln. Sondern ihnen geht es darum, mit den Teilnehmenden das Weltbild hinter Verschwörungsideologien zu verstehen.

Elisabeth Fast: Und dazu gehört für mich, auf die Funktionen hinzuweisen, die Verschwörungsideologie erfüllt, und zwar sowohl auf der sozialpsychologischen Ebene, auf einer gesellschaftlichen Ebene. Es gehört für mich dazu, auf die Gefahren hinzuweisen von Verschwörungsideologien. Es gehört für mich dazu, auf die Verbindungen von Verschwörungsideologien mit Antisemitismus hinzuweisen.

Je nach Ausmaß können Verschwörungsideologien auch als Ausdruck verstanden werden, mit dem ein Unbehagen an der Welt ausgedrückt und unsere Gesellschaft kritisiert wird. Elisabeth Fast ist es wichtig, dieses Unbehagen nicht auszureden, sondern es einzuordnen.

Elisabeth Fast: Also, es geht nicht darum, zu sagen: „Nee, das ist Quatsch, was die alle sagen, und die Welt ist doch schon gut, und die Regierung ist doch schon gut, und alles läuft doch super!“ – sondern genau zu sagen, ja, genau, es läuft nicht super! Du hast total Recht, es läuft richtig blöd. Lass uns doch gemeinsam überlegen, woran das liegt und wie wir das anders machen können, statt uns sinnlose Gedanken darüber zu machen, wer daran schuld sein könnte in ner Situation, wo es überhaupt keine Schuldigen geben kann. 

Sie verfolgen dabei das Ziel, aufzuzeigen, dass unsere Gesellschaft von Menschen gemacht ist, aber auch von Menschen verändert und gestaltet werden kann. Entscheidend ist für sie, die Frage der Schuldigen nicht zu personalisieren. Die Lösung liegt nicht in der persönlichen Schuld einiger Weniger, sondern im gemeinsamen Engagement gegen menschenverachtende Einstellungen und für eine bessere Gesellschaft.

Lisa Geffken: Das Ziel von politischer Bildung sind immer politisch mündige Subjekte, also Menschen, die aktiv ihre Lebenswelten mitgestalten, die sich engagieren und, wenn ihnen Menschenfeindlichkeit begegnet, in ihrem Alltag, die diese entschieden zurückweisen können. Und solche Menschen, also politische Menschen, sind die Voraussetzung, um überhaupt kritisches Handeln in Demokratien zu ermöglichen.

Die allgemeine Erwachsenenbildung unterscheidet sich im Vergleich zur Bildungsarbeit mit anderen Altersgruppen zentral in zwei Punkten: Ältere Erwachsene sind häufig nicht mehr Teil von Bildungsinstitutionen und haben oft weniger Zeit als Jugendliche oder junge Erwachsene.

Lisa Geffken: Eine große Herausforderung ist, dass ältere Menschen nicht strukturell einbezogen sind in Bildungsinstitutionen. Also, sie werden nicht automatisch aufgegriffen in Schule oder zum Beispiel Universität, und häufig sind Menschen in dem Alter auch stark eingebunden in andere Kontexte, etwa in Sorgearbeit oder in ihre Lohnarbeit. Und wenn man viel mit existenziellen Fragen zu kämpfen hat oder beschäftigt ist, ist es einfach schwieriger, sich noch mal mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. 

Lisa Geffken und Elisabeth Fast begreifen politische Bildung als Übersetzungsarbeit. Daraus leiten sie auch ihren Projektansatz ab: Sie möchten an der Lebenswelt von Erwachsenen anknüpfen und Verschwörungsideologien an der Stelle thematisieren, wo sie auftauchen und zum Problem werden.

Elisabeth Fast: Das heißt, das ist immer die Herausforderung zu schauen, wie können wir mit politischer Bildung Menschen da abholen, wo ihr Leben eigentlich stattfindet? Also wie können wir politische Bildung irgendwie in ihre Kontexte bringen, ohne dass es zu einem riesengroßen Aufwand wird, politische Bildung zu machen oder daran teilzunehmen.

Das ist der Versuch, älteren Erwachsenen die Teilnahme leichter zu ermöglichen. Dafür erarbeiten sie Formate, die zu den Menschen in den Alltag kommen. Trotz des Ansatzes bleibt es nötig, dass Erwachsene eine Bereitschaft zeigen und Zeit aufbringen, um sich mit den Themen zu beschäftigen.

Elisabeth Fast: Das ist eine große Bedingung bei politischer Bildung für Erwachsene: Dass sie auf Freiwilligkeit beruht. Sie kann nur dann funktionieren, wenn Erwachsene tatsächlich auftauchen und Bock haben, sich mit dem Thema zu befassen. 

Oft wird politische Bildungsarbeit angefragt, wenn es zu einem verschwörungsideologischen Vorfall gekommen ist. Dann heißt es: “Wir müssen uns jetzt fortbilden.” Elisabeth Fast warnt an dieser Stelle vor zu großen Erwartungen:

Elisabeth Fast: Das ist auf jeden Fall ein großer Fallstrick und auch so eine dünne Linie, auf der wir wandern. Zwischen ‘wir wollen schon lebensweltlich ansetzen’, wollen schon quasi die Leute abholen, wo sie sind, und nicht über Probleme reden, die sie gar nicht haben, und Dinge, mit denen sie sich nie beschäftigt haben. Und gleichzeitig können wir nicht total akute Probleme lösen, indem wir politische Bildungsveranstaltungen durchführen.

Geffken und Fast wollen nicht “Feuerwehr spielen”, und versuchen sich in dieser Hinsicht professionell abzugrenzen. Damit sie mit ihrer politischen Bildungsarbeit auch tatsächlich das leisten können, was ihre primäre Aufgabe ist – das Erkennen und Kritisieren von Verschwörungsideologien zu stärken.

Lisa Geffken: Und ich würde sagen, politische Bildung ist ein wichtiger Baustein um dem Phänomen Verschwörungsideologien zu begegnen, und insgesamt ist es aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Demokratisierung in verschiedenen Lebensbereichen der Menschen voranzutreiben.

Entschwörung mit Format

Zurück nach Grünau in die Volkshochschule. Gemeinsam mit ihren Kolleg:inen von der Fachstelle für Entschwörung und Bildung haben Lisa Geffken und Elisabeth Fast mit Marius Dähne überlegt, welche Formate sie vor Ort am besten umsetzen.

Im Mittelpunkt steht die Herausforderung, auf die verbreiteten Verschwörungsideologien zu reagieren und Formate zu finden, die das Interesse der Bewohner*innen wecken. Elisabeth Fast berichtet:

Elisabeth Fast: So haben wir zum Beispiel in Grünau eine Schaufenster-Ausstellung gemacht. Da haben wir ein Ladenlokal genutzt in einer Straße, die relativ viel Durchgangsverkehr hat, und da wurden eben in Schaufenstern Plakate gehängt und diese auch in verschiedenen Sprachen beschriftet. Dadurch sind die Menschen, die daran vorbeigelaufen sind, konfrontiert worden mit bestimmten Inhalten, mit bestimmten Positionen, und das ist sehr erfolgreich gelaufen, dass es sogar verlängert wurde. Es is sogar nochmal länger gelaufen, als wir es ursprünglich geplant hatten.

Außerdem entstand die Idee, ein Podiumsgespräch zu veranstalten. Neben Expert*innen zu Verschwörungsideologien sollte auch eine Person teilnehmen, die selbst verschwörungsgläubig gewesen ist. Sie bewegte sich bis vor einigen Jahren in der Szene und ist mittlerweile ausgestiegen. Lisa Geffken erklärt:

Lisa Geffken: Die Gründe, die dafür sprachen, waren, dass es einmal eine Möglichkeit bietet, das Phänomen lebensweltlich und anschaulich zu erklären, und es sollte auch aufzeigen, dass es sehr wohl möglich ist, auch wenn man den verschwörungsideologischen Pfad einmal eingeschlagen hat, wieder umzukehren.

Wichtig ist in der Zusammenarbeit mit Aussteiger*innen, dass der Ausstieg vollkommen und glaubwürdig passiert ist. Das bedeutet, dass es zu einem tatsächlichen Bruch gekommen sein muss. Zwei entscheidende Kriterien, um das zu beurteilen, sind erstens die  verstrichene Zeit seit dem Ausstieg und zweitens der Kontaktabbruch zu ehemaligen Mitstreiter:innen.

Auch mit Katharina Hindelang in Halle hat sich die Fachstelle beraten. Im Fokus stand die Suche nach Formaten und Veranstaltungen, um das Wissen über Verschwörungsideologien und Handlungsmöglichkeiten zu stärken.

Katharina Hindelang: Wir haben ein paar Fortbildungsangebote versucht zu etablieren, um eben innerhalb des Bündnisses erstmal ein Verständnis dafür zu schaffen, wo eigentlich das Problem liegt, und auch um wieder zu einer eigenen Handlungsfähigkeit zu kommen.

Als erstes wurde ein Workshop zum Zusammenhang von Verschwörungsideologien und Antisemitimus umgesetzt. Teil des Workshops war auch, den Umgang mit und das Argumentieren gegen Verschwörungsideologien zu trainieren.

Katharina Hindelang: Wie kann ich auf Leute zugehen, die verschwörungsgläubig sind? Wie kann ich versuchen, die zu erreichen? Was sind Varianten, wie man mit denen versuchen kann zu sprechen, um sie vielleicht auch da wieder rauszuholen, also wenn sie noch nicht zu tief in der Ideologie quasi verfangen sind. 

Kreativ wurde es, als die Handlungsohnmacht direkt bearbeitet wurde – und zwar durch die Suche nach neuen und proaktiven Protestformaten:

Katharina Hindelang: Was holt einen so ein bisschen aus dieser Ohnmacht raus, dass man neben der Demo steht und da versucht, irgendwie zu blockieren oder beziehungsweise einfach dagegen zu protestieren? Und was gibt es für Möglichkeiten, wie man sonst noch agieren könnte, proaktiv, um mit Informationsangeboten beispielsweise zu agieren oder mit kritischen Interventionen, die irgendwie auch die nicht so viele Menschen brauchen, die Spaß machen, die sinnvoll sind?

Marius Dähne und Katharina Hindelang berichten von durchweg positiven Reaktionen auf die durchgeführten Veranstaltungen.  Sie haben es geschafft, an den konkreten Erfahrungen und Bedarfen anzusetzen. Das zeigte sich in Halle auch an der regen Teilnahme, wie Hindelang berichtet:

Katharina Hindelang: Also die Workshops waren alle sehr, sehr gut besucht, mit vielen Personen, auch vielen unterschiedlichen Personen aus dem Bündnis, aus vielen verschiedenen Organisationen, es war so eine wilde Mischung an Menschen, und das hat es auch sehr, sehr spannend gemacht, auch im Austausch, und das Feedback war durchweg positiv. 

Forderungen für wirkungsvolle Entschwörungsarbeit

Verschwörungsideologien fordern uns als ganze Gesellschaft heraus. Um ihnen wirkungsvoll zu begegnen, ist es notwendig, dass wir unsere Gesellschaft besser  verstehen lernen. Und, dass wir dafür sorgen, dass es weniger Nährboden für Verschwörungsideologien gibt. Dazu gehört, die Selbstwirksamkeit von Menschen zu stärken, unsere Gesellschaft weiter zu demokratisieren und gegen permanente Krisenerscheinungen vorzugehen.

Auf dem Weg zu einer Gesellschaft mit weniger oder gänzlich ohne Verschwörungsideologien bleibt politische Bildungsarbeit unerlässlich. Dafür braucht  es ausreichend Angebote in der Erwachsenenbildung, wie Katharina Hindelang fordert:

Katharina Hindelang: Was ich gesehen hatte, ist, dass es natürlich sehr viele Angebote für Schüler*innen, für Jugendliche gibt, aber dass das Arbeitsfeld Erwachsenenbildung in Bezug auf Antisemitismus/Verschwörungsideologien noch nicht so breit aufgestellt ist. Da wären natürlich mehr Angebote hilfreich, weil ich glaube, auch innerhalb des Bündnisses, wenn wir sowas zum Beispiel ein, zweimal im Jahr anbieten würden, wäre das auf jeden Fall eine große Hilfe. 

Marius Dähne betont die wichtige Zusammenarbeit von kommunalen Weiterbildungseinrichtungen im ländlichen Raum mit fachlich guten Kooperationspartner*innen. Denn alleine würden sie es in ihrem Alltagsgeschäft nicht schaffen, neue Formate so schnell zu entwickeln – mit dem Ziel, sie auch langfristig zu etablieren.

Marius Dähne: Wir sind auch zu der Überzeugung kommen, dass es wichtig ist, so Formate zu etablieren, dass sie auch immer wieder stattfinden, nicht nur einmalig, sondern so eine Routine, dass sie sich verselbstständigen, sodass dann irgendwann auch die freien Träger oder wir das Ganze einfach adaptieren können, das selber am Laufen halten können.

Um das zu erreichen, müssen die Kooperationen und die Förderung der politischen Erwachsenenbildung verstetigt werden. Das bedeutet: Politische Bildung kostet Geld und muss ausreichend finanziert werden. Hier ist die Politik gefragt – es geht schließlich um nichts Geringeres als unser demokratisches Miteinander. Darauf weist auch Lisa Geffken hin:

Lisa Geffken: Denn die Kooperations-Netzwerke, das ist ja der Dreh- und Angelpunkt von unserem Projektansatz, und die brauchen vor allen Dingen eins, und das ist Kontinuität und Langfristigkeit, eine langfristige Perspektive, und deshalb wird es auch zukünftig darum gehen, dass die Angebote der Demokratieförderung und auch der politischen Bildung für Erwachsene verbreitert werden und verstetigt werden.

De:hate – ein Podcast der Amadeu Antonio Stiftung.

Konzeption: Lars Lichtermann

Umsetzung: Lars Lichtermann und Benjamin Damm

Stimme: Viola Schmidt

Musik: Jan Möller

Dieser Podcast ist im Rahmen des Modellprojekts „Fachstelle für politische Bildung und Entschwörung” entstanden und wurde gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB).

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