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Rassistischen Kampagnen gegen Flüchtlinge und Asylsuchende entgegentreten!

Pressemitteilung der Amadeu Antonio Stiftung Inland/Flüchtlingspolitik/Rechtsextremismus

Appell: „Rassistischen Kampagnen gegen Flüchtlinge und Asylsuchende entgegen treten!“

Dreizehn leitende Geistliche Evangelischer Kirchen in Deutschland – darunter die Bischöfinnen und Bischöfe von Sachsen, Berlin-Brandenburg und schlesische Oberlausitz, Baden, der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und Hannover –, drei Bundestags-Vizepräsidentinnen und -präsidenten, DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach sowie Gesine Schwan, Beatrice von Weizsäcker, die Schauspielerin Iris Berben und zahlreiche TheologInnen, zivilgesellschaftliche Organisationen und WissenschaftlerInnen fordern in einem dringenden Appell eine „Politik, die Flüchtlinge schützt und nicht zur Zielscheibe rassistischer Hetze werden lässt.“

Anlass für den Aufruf, der von der Amadeu Antonio Stiftung, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Pro Asyl und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus heute veröffentlicht wird, sind die zunehmenden aggressiven Proteste bis hin zu Gewalttaten gegen Flüchtlinge, Asylsuchende und neue Heimstandorte in Ost- und Westdeutschland sowie politische Diskurse, in denen Flüchtlinge als „nicht anpassungsfähig abgewertet“ und Flüchtlingszahlen als „alarmierend“ bezeichnet werden, die weit unter der Anzahl von Asylsuchenden beispielsweise in den Nachbarländern Syriens liegen.

Die Erstunterzeichnerinnen und -unterzeichner des Appells fordern daher:

Die Ausgrenzung von Flüchtlingen und Asylsuchenden muss beendet werden. Wir wollen ein gesellschaftliches Klima des Willkommens schaffen, anstatt Flüchtlinge zum Problem zu erklären und rassistische Kampagnen auf dem Rücken von Schutzsuchenden zu führen. Von Politikerinnen und Politikern aller demokratischen Parteien erwarten wir, dass sie sich für faire und zügige Asylverfahren, den Zugang von Asylsuchenden zu Deutsch- und Integrationskuren und zum Arbeitsmarkt einsetzen statt rassistischen Vorurteilen oder rechtspopulistischen Kampagnen Vorschub zu leisten. Ziel muss es sein, die Betroffenen zu integrieren statt auszugrenzen.

Den vollständigen Text des Appells sowie die Erstunterzeichnenden finden Sie auf den Websites www.amadeu-antonio-stiftung.de sowie www.bagkr.de

Seit ihrer Gründung 1998 ist es das Ziel der Amadeu Antonio Stiftung, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet.