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Demo:create

demo:create

demo:create - politische Bildung im Videoformat

Einmütige Videoformate, die Unterhaltung und Informationen kurz und knackig transportieren, erfahren bei den Jugendlichen eine große Beliebtheit. Dabei steht die Plattform TikTok im Zentrum der Aufmerksamkeit und so auch im Zentrum unseres Projekts demo:create. Die direkte Ansprache und individuell ausgewählte Tonsequenzen transportieren Emotionen unmittelbar. Authentizität wird belohnt. Es entstehen parasoziale Verbindungen der betrachtenden Jugendlichen zu den Content Creator*innen, denen dadurch ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit zugeschrieben wird. Die Videos  zeichnen sich durch popkulturelle Referenzen, schnelle Schnitte und bunte Effekte aus, weniger durch Faktizität. Auch antidemokratische Akteur*innen haben die Plattform rasch für sich entdeckt und wollen sie nun für ihre Zwecke nutzbar machen. Diesen wollen wir diesen digitalen Raum nicht überlassen. 

 

demo:create ist ein Projekt, das auf die Lebenswelt junger Menschen eingeht und ein Angebot schaffen möchte, um nicht nur über eine Plattform zu reden, sondern auch um mit ihren Möglichkeiten zu arbeiten und diese zu reflektieren. Wir möchten TikTok als neuen pädagogischen Interventionsraum erschließen und Ansätze digitaler Radikalisierungsprävention und Handlungsoptionen im Umgang mit Hate Speech weiterentwickeln. Hierzu gehört die intensive Auseinandersetzung mit Bildsprache, Videoanalyse und -technik. Das Projekt möchte junge Menschen empowern, zur Teilhabe befähigen und zur digitalen Mündigkeit aller beitragen.
 

demo:create steht für die Vermittlung von demokratischen Werten. Demokratie ist nicht zuletzt durch die Digitalisierung mit neuen Herausforderungen konfrontiert; diese Herausforderungen eröffnen aber auch neue Chancen zur Teilhabe und für demokratisches Empowerment. Diesen beiden Seiten der Medaille möchten wir uns gemeinsam stellen. Von A wie Algorithmus bis Z wie Zivilgesellschaft. 

 

Das bietet demo:create an

Aktiv werden

Wir wollen eine Gruppe von jungen Menschen als Demokratiktok Multiplikator*innen aus- und weiterbilden. Dazu geben wir ihnen das Rüstzeug an die Hand, um eine demokratischen Debattenkultur online umzusetzen.

Beratung & Weiterbildung

Ziel des Projekts ist es, TikTok als neuen pädagogischen Interventionsraum zu erschließen und Ansätze digitaler Radikalisierungsprävention und die Handlungsoptionen im Umgang mit Hate Speech weiterzuentwickeln.
Demokratiktok Team
Foto: Jannis Hutt

Kontakt:
Projektleitung
Theresa Lehmann
theresa.lehmann@amadeu-antonio-stiftung.de

Referentin für Medienpädagogik
Eva Kappl
eva.kappl@amadeu-antonio-stiftung.de
 

TikTok: @democreate
democreate@amadeu-antonio-stiftung.de
 

Unsere Termine:

13. Mai, 16 Uhr demo:create Workshop bei der #LiMA22 Ich erklärs dir in einer Minute! – Wissensvermittlung auf TikTok

18. Mai, 15.15 Uhr demo:create Workshop bei der Girls Digital, Red Flag: Hassbilder auf TikTok

10. Juni, 16.30 demo:create Intensivworkshop bei der re:publica  
Ich erklärs dir in 1 Minute

14. Juli, 09 Uhr demo:create Workshop Pädagogik meets Kurzvideos - der audiovisuelle Mediencrashkurs beim Multiplikator*innen Fachtag von Dynamitas unlimited


 

Pädagogische Ansätze und Ziele

Wir möchten gemeinsam mit jungen Menschen auf der Plattform TikTok empowernde, informative und hilfreiche Videos kreeiren, die ein demokratisches Miteinander fördern. Projektziel ist es TikTok Nutzer*innen für einen verantwortungsvollen und kritischen Medienkonsum zu sensibiliseren und dabei helfen politische Bildungsinhalte kreativ aufzubereiten und zu vermitteln. Dabei fokusieren wir uns auf die Themen Hate Speech, Desinformation und antidemokratischen Akteur*innen. Wir möchten dazu ermuntern, sich am demokratischen Diskurs zu beteiligen und andere junge Menschen zu empowern, dies auch zu tun. Angelehnt an die Plattform wollen wir uns mit einer Gruppe von ehrenamtlichen Nachwuchs-Multiplikator*innen mit dem demokratischen Einsatz von Videotechnik, Sounds und Memes auseinandersetzen. Im Rahmen von demo:create werden wir politische Bildungsinhalte kreieren die Argumentationsstrategien der Antidiskriminierungsarbeit vermitteln und die Medienkompetenzen rund um die Nutzung von TikTok stärken sollen.

Darüber hinaus soll mit Ansätzen der aufsuchenden und konfrontativen Jugend(sozial)arbeit niedrigschwellige Aufklärungsarbeit über Antisemitismus, Rassismus, Homo- und Transfeindlichkeit und andere ideologische Versatzstücke des Rechtsextremismus geleistet werden. Unser Angebot richtet sich im erweiterten Sinne auch an pädagogische Fachkräfte, die Videoformate als neues Interaktionsfeld der antidiskriminatorischen und demokratischen Wissensvermittlung erschließen möchten. Hierfür werden neue Bildungsmaterialien und Workshopformate konzipiert, die an die bereits bestehende Expertise im Bereich der Medienbildung und Radikalisierungsprävention unserer digitalen Projekte anknüpfen. 

Das Projekt sieht es als Teil seines Aufgabenfeldes, auch darüber hinaus in die digitale Zivilgesellschaft hineinzuwirken und diese auch auf TikTok zu stärken, sichtbarer zu machen und zu vernetzen. Die Verlagerung hin zu stärker personalisierten und bild- bzw. videobasierten Inhalten wird auch von rechtsextremen Akteur*innen für die Verbreitung ihrer menschenfeindlichen Inhalte aufgegriffen. Gleich mehrere Bedeutungsebenen wie persönliche Ansprache, rechtsextreme Hintergrundmusik oder diskriminierende Tonsequenzen, Styling, Setting/Requisite und andere Formen kultureller Codes können als Referenzsysteme dienen und sich so verbreiten. Dem möchten wir die Vermittlung von Medienkompetenz, Sensibilisierung und Debunkingmethoden entgegensetzen.

News

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Amadeu Antonio Stiftung: Jugendliche müssen über den codierten Antisemitismus auf TikTok, Instagram und Co. aufgeklärt werden

Mit jeder erneuten Eskalation des Nahost-Konflikts flammt Antisemitismus auch im Online-Raum deutlich auf. Vor allem Plattformen, die überwiegend Kinder und Jugendliche nutzen, werden zu Hotspots für die Verbreitung von antisemitischen Erzählungen an ein neues, junges Publikum. Am Beispiel des Nahost-Konfliktes zeigt eine neue Analyse der Amadeu Antonio Stiftung, wie sich Antisemitismus online verbreitet und warum das eine Gefahr für die Demokratie darstellt.

25.11.2021

demo:create wird gefördert durch:

Projekte für eine digitale Zivilgesellschaft

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Civic.net

Digitale Stärkung der Berliner Zivilgesellschaft gegen Hass im Netz

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Belltower.News

News-Plattform für digitale Zivilgesellschaft und gegen Menschenfeindlichkeit

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de:hate

Analysen, Fallbeispiele und fachliche Einschätzungen zu rechtsextremen und rechtspopulistischen Phänomenen online

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