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Respekt³ – Eine dritte Woche für mehr Vielfalt

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus fand im März in Halle/Saale die Veranstaltungswoche „Respekt³ – Eine dritte Woche für mehr Vielfalt“ statt. Unter dem Motto „Anerkennen statt Ausgrenzen“ widmeten sich verschiedene Vereine und Organisationen dem Thema Rassismus, rechtes Gedankengut, Homophobie und dem Umgang mit Flüchtlingen. Gefördert wurde das Projekt unter anderem von der Amadeu Antonio Stiftung.

Zum dritten Mal organisierten der Friedenskreis Halle e.V. und die Arbeitsgruppe „Aktion Ladenschluss Halle“ des Aktionsbündnisses „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“ die Bildungswoche am Oberen Boulevard der Stadt. Mit der Eröffnung des Thor Steinar-Ladens „Oseberg“ im Juni 2009 wurde die Bildungswoche ins Leben gerufen. Schulklassen bekamen die Möglichkeit, sich in Workshops zum Thema Nazikleidung und -marken zu informieren. Durch das große Interesse an der Veranstaltung findet die Aktionswoche seit drei Jahren in einem größeren Rahmen statt. Neben Workshops wurden von verschiedenen Vereinen und Organisationen der Stadt Halle und Umgebung Ausstellungen, Führungen und weitere kulturelle Angebote zum Thema Rechtsextremismus angeboten. „Es lässt sich eine allgemeine politische Unzufriedenheit in Deutschland feststellen, deshalb wünschen wir uns, dass die Besucher unter anderem zum Nachdenken über Alltagsrassismus und rechte Stammtischparolen angeregt werden“, wünscht sich Kim Pommer, Mitarbeiterin des Friedenskreis Halle e.V.

Mit dem Anspruch „Leerstand mit Wissen zu füllen“, begann die Woche mit einer Eröffnungsfeier in einem eigens angemieteten Geschäft – dem „Respekt AufLaden“. „Wir füllen Leerstand mit Wissen und bieten in einem leerstehenden Laden ein Alternativangebot für mehr Respekt, Toleranz und Internationalität“, so die AG Ladenschluss Halle. Abgerundet wurde die Woche mit einem Benefizkonzert „Musizieren gegen das Vergessen“. Bands aus Halle und der Region sorgten an diesem Abend für einen würdigen Abschluss der Veranstaltungsreihe. Die Einnahmen durch Getränke und den Eintritt werden für die Finanzierung von fünf Stolpersteinen verwendet. „Die Erinnerung an Sinti und Roma ist eher gering, aus diesem Grund sollen die Stolpersteine an ermordete Sinti und Roma erinnern“, erklärt Kim Pommer.

Erstmalig entsteht im Anschluss an die Bildungswoche eine Broschüre, in der die Ereignisse der Woche dokumentiert werden. Interessentinnen und Interessenten, die nicht an der Veranstaltungswoche teilnehmen konnten, haben so die Möglichkeit, sich über die Ereignisse zu informieren.

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