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„Sehr praxisnah!“ Unser Workshop Bildungsarbeit zum Nahostkonflikt mit Transaidency e.V.

c) Transaidency e.V.

Im September haben wir zusammen mit dem Projekt „Offen füreinander“ von Transaidency e.V. einen Fachtag für Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit zu Methoden und Materialien für eine Bildungsarbeit zum Nahost- oder israelisch-palästinensischen Konflikt durchgeführt. Ein Feedback wie „sehr praxisnah“ freut uns besonders, weil die meisten Materialien und Methoden für Schule und Unterricht entwickelt werden. Es ist den Referent*innen der Bildungsprojekte gut gelungen, zusammen mit den Fachkräften einen Transfer für die ganz andere Situation der Jugendarbeit im offenen oder auch mobilen Bereich zu machen! Aus einem ganzen Modul passt dann vielleicht nur eine Idee – aber die ist richtig gut!
Wie wichtig eine Auseinandersetzung mit Israel/Palästina mit jungen Menschen ist, brachten die Teilnehmer*innen mit vielen Beispielen aus ihrem Alltag gut auf den Punkt: Die Thematik ist sehr aufgeladen, es kommt schnell zur Konfrontation, wirklich fundiertes Wissen hat fast niemand, auch die Fachkräfte nicht. In den Familien von Jugendlichen aus der Region herrschen wiederum meist einseitige Bilder vor, Gangsta Rap und Soziale Medien schaffen allgemein ein verzerrtes Bild vom Konflikt und seinen Akteur*innen.

Die präsentierten Methoden, Materialien und Herangehensweisen hatten gemeinsam, dass sie Austausch und Dialog fördern, dabei Wissen vermitteln und problematische oder falsche Vorstellungen zwar aufgreifen und irritieren, aber dabei zum Verständnis unterschiedlicher Sichtweisen beitragen. Grenzen liegen da, wo es zu antisemitischen oder rassistischen Deutungen und Haltungen kommt.

Wir danken noch einmal den Beiträger*innen aus folgenden Projekten und Trägern, die teilweise frisch überarbeitete und neu entwickelte Materialien vorstellten:

Comic für die Arbeit mit Jugendlichen: Mehr als 2 Seiten. Eine Reise von Neukölln nach Israel und in die palästinensischen Gebietehttps://mehrals2seiten.de/

Projekt-Materialien der Mitarbeiter:innen von Bildung in Widerspruch e.V., vor allem in den Handreichungen „Widerspruchstoleranz“:   https://bildung-in-widerspruch.org/#publikationen

Projekt-Materialien der BildungsBausteine e.V., v.a. Methoden 11-13:   http://www.verknüpfungen.org/publikation/

Work in Progress bei Transaidency e.V. und Gesellschaft im Wandel gUG: Israel-Palästina-Bildungsvideos:   https://www.israelpalästinavideos.org/

Projekt-Materialien von ibim e.V.: https://ibim.info/projekte-perspektiven-im-konflikt/

Eine Freude war die erneute Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen von Transaidency e.V., mit denen wir bereits einen Nahost Talk durchgeführt haben und im Anliegen, zum Thema solidarisch zusammenzuarbeiten, verbunden sind.

Wir bedanken uns bei Tom Würdemann für den fundierten Artikel zu Thema und Fachtag auf Belltower News: Wissensvermittlung zum „Nahostkonflikt“ für Jugendliche!

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Unterstützung für Betroffene von rechter Gewalt – Jahresrückblick des Opferfonds CURA 2022

Eine Familie wird immer wieder mit dem antimuslimischen Rassismus ihres Nachbarn konfrontiert. Er verfolgt sie auf dem Weg zur Schule, lauert ihnen immer wieder auf, bedroht sie. Die Familie ist psychisch stark belastet, Ängste beherrschen den Alltag. Nur einer von 80 Fällen, in denen der Opferfonds CURA Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt 2022 unterstützte.

Interview

„Die Möglichkeit zu sprechen gibt uns unsere Freiheit zurück“

Vor 30 Jahren töteten Neonazis bei einem rassistischen Brandanschlag in Mölln drei Menschen. İbrahim Arslan überlebte den Anschlag, doch seine Oma, seine Schwester und seine Cousine starben. Im Gespräch erinnert er an die Tat und mahnt die Gesellschaft zur Pflicht, an die Opfer rechter-rassistischer Gewalt zu erinnern.

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