Weiter zum Inhalt Skip to table of contents

Auftanken für 2024: Sächsicher Förderpreis für Demokratie verliehen

Trotz des bedrohlichen politischen Klima Sachsens, einem sich stärkendem Rechtsextremismus und Rekordzahlen, die die AfD in ihren Wahlprognosen schreibt, gibt es in Sachsen weiterhin eine Vielzahl von Initiativen, die sich mit enormer Vehemenz diesen Entwicklungen entgegensetzen. Dieses Engagement und die Stärke dieser Initiativen wurde auch in diesem Jahr zur Verleihung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie in Dresden gefeiert.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die Preisträger*innen in diesem Jahr, ein Bruchteil der vielen eingegangenen Bewerbungen von Initiativen, zeigen, mit welchem Einfallsreichtum sich Menschen in ganz Sachsen Hass und Hetze widersetzen und für ein demokratisches, vielfältiges und offenes Sachsen eintreten. So wurde mit dem Hauptpreis der Alte Gasometer e.V. in Zwickau geehrt, der sich durch sein langjähriges Engagement stabile Strukturen aufgebaut auch jungen Initiativen die Möglichkeit gibt, diese in ihrem Engagement zu unterstützen. Außerdem ermöglichten die Preisträger*innen in Chemnitz, der rechts-offenen Hooligan-Szene ein diverses und offenes Fußballspiel entgegenzusetzen (ASA-FF e.V.), ein Archivierungsprojekt zu faschistischer und diskriminierender Ereignisse (chronik.LE), einen Raum für queere Menschen in Sachsen (Queeres Netzwerk Bautzen) und sichere Noteingänge mit ausgearbeiteten Hilfesystemen, in denen mit Anfeindungen konfrontierte Menschen Sicherheit finden (Projekt Noteingang Bautzen). Für ihr originelles Projekt der Politischen Bildung Zeit.Zeichen! wurde in diesem Jahr der Kooperation aus Diakonie St. Martin und IBZ St. Marienthal der Peter-Henkenborg-Preis verliehen, während das Kommunensiegel an die Stadt Weißwasser für ihre erstaunlich starken zivilgesellschaftlichen und ehrenamtlichen Strukturen verliehen wurde.

Die Preisverleihung gab den Anlass sich zu feiern und feiern zu lassen, sich zu vernetzen und auszutauschen. An Teilen dieses Austausches konnte in einem Q&A mit den Preisträger*innen in diesem Jahr auch das Publikum teilhaben. Dort sprachen die Preisträger*innen von Herausforderungen und Bedrohungen, von Überlegungen nachts als engagierte Person nicht mehr auf die Straße zu gehen und dem Wunsch nach Schutzräumen. Gleichzeitig wurden Erfolge geteilt, wie beispielsweise der gelungene CSD in Bautzen, dem ein positives Feedback aus der Stadtgesellschaft folgte und die Hoffnung, dass dies in die nächsten Jahre weiter ausstrahle. Auch die starke Zivilgesellschaft Sachsens wurde betont, die weniger an engagierten Menschen scheitere, als vielmehr an der Unterstützung von politischer und kommunaler Seite.

Besonders auffallend waren in diesem Jahr die jungen Initiativen, die trotz großer Herausforderungen in ihren Heimatorten bleiben und sich mutig einsetzen.  Warum sie – und auch alle anderen Preisträger*innen – in vor Ort bleiben und sich gegen alle Widerstände für ihre Werte einsetzen, wurde in der Abschlussrunde beantwortet. Warum macht ihr weiter? Weil wir müssen, weil wir hier leben und die Region nicht aufgeben wollen.

Weiterlesen

20240518_170732
Hier wirkt Ihre Spende

Vor den Kommunal- und Europawahlen: Viele starke Aktionen gegen Rechtsextremismus und Rassismus

Im Superwahljahr 2024 stehen am 9. Juni die Europawahlen an. In neun Bundesländern werden außerdem neue Kreis-, Gemeinde- oder Stadtvertretungen gewählt. Es droht ein autoritärer Umbau von Rechtsstaat und Gemeinwesen nach rassistischen Prinzipien, wenn rechtsextreme Parteien parlamentarische Mehrheiten erringen. Wir stellen sieben durch die Projektförderung der Amadeu Antonio Stiftung unterstützte Aktionen für das kommende Wochenende vor, die nur ein kleiner Teil des starken Gegenwinds gegen Hass und Hetze sind, der bundesweit weht.

lukas-blazek-coffee-GnvurwJsKaY-unsplash
Stellenausschreibung

Gesucht: Finanz- und Verwaltungsberatung sowie Capacity Building im Modellprojekt „Selbstbestimmt vernetzen, erinnern & bilden“

Werden Sie Teil einer lokal, regional als auch bundesweit agierenden Stiftung, die sich erfolgreich für demokratische Zivilgesellschaft, demokratische Kultur und Betroffene rechter Gewalt einsetzt: Die Amadeu Antonio Stiftung sucht für ihren Standort in Berlin zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Finanz- und Verwaltungsberater*in (19,5h / Woche).

Mitmachen stärkt Demokratie

Engagieren Sie sich mit einer Spende oder Zustiftung!

Neben einer Menge Mut und langem Atem brauchen die Aktiven eine verlässliche Finanzierung ihrer Projekte. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeit der Stiftung für Demokratie und Gleichwertigkeit.