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In eigener Sache

Stellungnahme zu einem Workshop an einer Schule in Sachsen

In der regionalen und überregionalen Berichterstattung wird derzeit ein Vorfall im Zusammenhang mit einem Workshop an einer Schule im ländlichen Sachsen thematisiert. Der Workshop wurde von den Falken Berlin durchgeführt und von der Amadeu Antonio Stiftung finanziell gefördert. Im Verlauf des Workshops bekamen Schüler*innen ein Magazin mit unangemessenen Inhalten zu sehen. Der Workshop wurde umgehend abgebrochen. Die Amadeu Antonio Stiftung hat die Förderung gestoppt.

Wir entschuldigen uns ausdrücklich bei den betroffenen Schüler*innen und ihren Eltern sowie beim schulischen Personal. Wir bedauern, dass es im Rahmen des Workshops zu dieser Situation gekommen ist.

Der Workshop war Teil des Theaterprojekts „Mut“ und wurde von den Falken Berlin, einem anerkannten Träger in der Bildungsarbeit, durchgeführt. Die Amadeu Antonio Stiftung hat das Projekt auf Grundlage eines Förderantrags finanziell unterstützt, ohne Inhalte vorzugeben oder Materialien freizugeben. Eine Förderung für Projekte mit unangemessenen oder jugendschutzrelevanten Inhalten erfolgt durch uns nicht. Staatliche Zuwendungen werden für die Projektförderung der Amadeu Antonio Stiftung nicht eingesetzt.

Im Workshop wurde im Rahmen einer Übung ein Magazin mit ungeeigneten Inhalten verwendet. Das widerspricht unseren Förderkriterien und Qualitätsstandards klar.

Der Workshop wurde nach Beschwerden am ersten Tag durch die Schulleitung abgebrochen. Nach Bekanntwerden des Vorfalls haben wir die Förderung umgehend gestoppt. Weitere Maßnahmen werden derzeit mit dem Projektträger geklärt. Wir stehen mit der Schule in Kontakt und arbeiten zusammen an der Aufarbeitung des Falls.

Stellungnahme des Projektträgers:
Die Falken Berlin haben ausführlich Stellung zum Vorfall bezogen und ordnen die Geschehnisse während des Workshops ein.


Update vom 17.04.2026:

Vor dem Hintergrund dieses Vorfalls werden wir als Amadeu Antonio Stiftung unsere Verfahren zur Auswahl und Begleitung von Projekten überprüfen und weiterentwickeln. Dazu gehört insbesondere, die Prüfung von Projektanträgen noch stärker auf mögliche Risiken in der Umsetzung auszurichten sowie unsere Erwartungen an die Einhaltung von Jugendschutz sowie pädagogischen und politisch-bildnerischen Standards klarer zu kommunizieren.

Thema: Allgemein

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Stellungnahme_Bundesopferbeauftragte
Stellungnahme

Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes über das Amt der oder des Beauftragten der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen von terroristischen Straftaten im Inland (BOpfBeG)

Der Referentenentwurf stellt einen wichtigen Schritt dar, bleibt jedoch in zentralen Punkten hinter den bestehenden Anforderungen zurück. Aus unserer Sicht besteht insbesondere Nachbesserungsbedarf bei der tatsächlichen Stärkung der Rechte von Betroffenen, der verbindlichen Verankerung partizipativer Strukturen sowie der strukturellen Absicherung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten.

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