Kassel in Bewegung setzen

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Kassel in Bewegung setzen

Foto: © Dynamo Windrad

 

Fairplay, Respekt und Spaß am Sport. Nicht Ellenbogenmentalität, Ausgrenzung und Leistungsdenken. Dafür steht der Sportverein Dynamo Windrad aus Kassel.  Die Amadeu Antonio Stiftung fördert die Bolz-WM des Kasseler Vereins, die er zusammen mit jungen Flüchtlingen veranstaltet.

Von Luisa Wingerter

Dass das nicht nur leere Worthülsen sind, beweist der Verein mit seiner zweiwöchigen „Bolz-WM“. Seit 1986 zieht dieses regionale Großereignis alle vier Jahre über 5.000 Fußballbegeisterte aus der Region, aber auch aus den Niederlanden, England, Norwegen, Italien und Indien nach Kassel. Die „Bolz-WM“ richtete sich in diesem Jahr erstmals gezielt auch an Flüchtlinge. Die Stadt Kassel, der Sportclub Türkgücü und der Sportverein Dynamo Windrad konnten über 50 Flüchtlinge für das Turnier begeistern; darunter sogar eine Gruppe aus Bremen und eine Kindermannschaft. „Die Kinder sind förmlich aufgeblüht. Sie haben gesehen, dass es auch Orte gibt, wo sie sich rundum wohl fühlen können“, berichtet Henning Beste vom Verein Dynamo Windrad.

Mit Angeboten wie der „Bolz-WM“ versucht der Verein den Geflüchteten die Ankunft in der Region zu erleichtern. Das Ziel: Sie sollen sich in ihrer neuen Umgebung etwas wohler fühlen. Denn „eine Vielzahl der Flüchtlinge lebt in den Einrichtungen in einer beunruhigten Situation. Viele haben auch auf ihrer Flucht schreckliche Dinge erlebt. Sie machen sich Sorgen um ihre Zukunft und um ihre Angehörigen in ihrer Heimat. Und dann werden ihnen noch Vorbehalte aus der hiesigen Bevölkerung entgegen gebracht“, erklärt Beste.

Gerade Fußball sei häufig ein Nährboden für nationale und rechte Themen. „Doch durch Veranstaltungen wie die Bolz-WM zeigen wir, dass es in Kassel reichlich Menschen gibt, denen Toleranz und die Gemeinsamkeit wichtiger ist, als nationale Identität“, so die Veranstaltenden.
Im Mittelpunkt der Bolz-WM steht daher nicht nur Fußball, sondern im gleichen Maße ein gegenseitiges Kennenlernen und Überwinden vermeintlicher Grenzen. Auch in Zukunft setzt der Verein alles daran, seiner Leitlinie zur Integration von Menschen, die nicht von den üblichen Vereinsangeboten erreicht werden, gerecht zu werden: Zur nächsten Bolz-WM werden wieder Flüchtlinge eingeladen. Zudem können seit Anfang dieses Jahres Flüchtlinge an einem wöchentlichen Sportangebot teilnehmen. „Wir wollen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und vor allem Kassel in Bewegung setzen“, berichten die Veranstaltenden.

 

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