Zum zwanzigsten Mal wird in diesem Jahr der Sächsische Förderpreis für Demokratie verliehen – und das in einem Moment, in dem demokratisches Engagement und politische Bildungsarbeit in Sachsen unter wachsendem Druck stehen.
Rechtsextreme Netzwerke gewinnen Einfluss in Kommunalparlamenten, Förderzusagen werden verweigert, Aktivist*innen massiv bedroht. Für viele zivilgesellschaftliche Organisationen ist das längst keine abstrakte Bedrohung mehr, sondern Alltag. Dass der Preis genau jetzt sein Jubiläum feiert, verstehen die auslobenden Stiftungen als bewusstes Signal und klares Zeichen der Solidarität. „Die Angriffe sind real – das Engagement auch“, heißt es in ihrer gemeinsamen Erklärung.
Seit zwei Jahrzehnten unterstützt und ermutigt der Preis die sächsische Zivilgesellschaft und macht ihr Engagement sichtbar. Mit der Ausschreibung 2026 werden Initiativen und Kommunen aufgerufen, Projekte einzureichen, die zeigen, wie Demokratie auch unter zunehmend schwierigen Bedingungen handlungsfähig bleibt und neue Widerstandskraft entwickelt.
Jetzt bewerben bis zum 13. Juli 2026!
Die Ausschreibung für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2026 startet am 23. Mai. Teilnahmeberechtigt sind Initiativen und Kommunen aus Sachsen, die demokratische Teilhabe fördern, Ausgrenzung entgegentreten und politische Bildung ermöglichen.
Alle Informationen zur Ausschreibung: www.demokratiepreis-sachsen.de
Preiskategorien im Überblick
- Projektpreis: ein Hauptpreis, dotiert mit 5.000 Euro und vier Anerkennungspreise (je 1.000 Euro) für zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen
- Kommunenpreis: für Städte und Gemeinden, die sich strukturell für Demokratie engagieren, die Preisträger*in trägt den Titel „Kommune der Demokratie“
- Peter-Henkenborg-Preis für die Didaktik der politischen Bildung: dotiert mit 3.000 Euro, für herausragende Konzepte politischer Bildung
Ein Blick auf die Preisträger*innen des Vorjahres, darunter Solidarisches Pirna, die Stadt Zwickau und der Interventionsbüro e.V., zeigt: Demokratie lebt vom Mut vieler, auch wenn die Umstände härter werden. Ihre Geschichten finden sich auf der Website des Preises.
Der Sächsische Förderpreis für Demokratie wird ausgelobt von: der Sebastian Cobler Stiftung, der Dirk Oelbermann Stiftung, der Freudenberg Stiftung, der Holger Koppe Stiftung und der Amadeu Antonio Stiftung.
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