Weiter zum Inhalt

Sächsischer Förderpreis für Demokratie

Der Sächsische Förderpreis für Demokratie

Sächsischer Förderpreis für Demokratie 2020 ist gestartet. Bewerbungen sind bis 31. August 2020 möglich.

Die auslobenden Stiftungen (Amadeu Antonio Stiftung, Freudenberg Stiftung, Sebastian Cobler Stiftung und Dirk Oelbermann Stiftung) laden ab dem 10. Juli 2020 alle Engagierten in Sachsen sowie Bürgermeister*innen, Mitarbeitende in der Kommunalpolitik und Kommunalpolitiker*innen zur Bewerbung für den diesjährigen Sächsischen Förderpreis für Demokratie - Projektpreis - und - Kommunenpreis - ein. Das Ziel des Förderpreises besteht in der Unterstützung, Förderung und Würdigung des demokratischen Engagements in Sachsen. Bewerber*innen haben noch bis 31. August die Möglichkeit, sich für für die Förderpreise zu bewerben.  Aus allen eingegangenen Bewerbungen wählt eine Jury im Oktober 2020 die Nominierten für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2020 aus. Die Nominierten werden an dieser Stelle bekannt gegeben. Die Preise werden Mitte November im Rahmen eines Festakts verlieren. 


Hier finden Sie die Ausschreibung zum Projektpreis 2020. 

Hier finden Sie die Ausschreibung zum Kommunenpreis 2020. 


Wenn Sie Fragen zu Ihrer Bewerbung haben, melden Sie sich gern bei uns. Wir stehen auch für Beratungen zur Verfügung. 

foerderpreis@amadeu-antonio-stiftung.de

oder

Tel. 0341 462626 226

www.demokratiepreis-sachsen.de

Darum braucht es den Sächsischen Förderpreis für Demokratie

"Demokratie braucht Demokraten", sagte bereits der ehemalige Reichspräsident Friedrich Ebert. Es könnte aber auch heißen: Demokratie ist kein starres System. Es lebt von Menschen und von der Dynamik der Aushandlungen von Menschen. Demokratie ist jedoch keine Selbstverständlichkeit. Insbesondere in Krisen, wie beispielsweise der aktuellen Corona Pandemie, stellen Menschen die Funktionsweise der Demokratie in Frage oder agitieren verschiedenste Demokratiefeinde auf offener Bühne, da sie den Gunst der Stunde nutzen wollen, um Anhänger*innen für ihr gefährliches Spiel zu gewinnen.
Gut so, dass in Sachsen sowohl viele Demokrat*innen als auch Demokratie-Initiativen beheimatet sind. Diese zu fördern und zu unterstützen ist das Kernanliegen des Sächsischen Förderpreis für Demokratie. Sei es beispielsweise ein kleiner Verein, der in ländlichen Gegenden nicht-rechten Jugendlichen Kulturangebote macht oder ein Projekt an einem Theater, dass Menschen dazu auffordert, gemeinsam neu zu überlegen, was Solidarität 2020 bedeutet. Gesucht werden die kleinen und größeren Vorhaben, welche die Demokratie in Sachsen und die offene Gesellschaft bereichern.

Der Sächsische Förderpreis für Demokratie ist kein Ersatz für eine groß angelegte Förderung wie beispielsweise das Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen". Gleichzeitig kann und soll mit dem Hauptpreis in Höhe von 5000€ oder den Anerkennungspreisen in Höhe von 1000€ durchaus ein Förderschub geleistet werden. Es geht aber auch und besonders um die öffentliche Würdigung und Wertschätzung der Projekte, indem diese beispielsweise mit einem zentralen Festakt in Dresden geehrt werden.

News

Teilnahme und Kontakt

An wen richtet sich die Ausschreibung?

Es gibt zwei Möglichkeiten der Teilnahme: Projekte und Kommunen können

  • sich selbst bewerben oder
  • von anderen für den Preis nominiert werden.

Eingeladen sind Projekte und Kommunen die,

  • sich für eine demokratische Alltagskultur stark machen,
  • sich für die Partizipation und Beteiligung von Menschen einsetzen, die besonders unter den Corona-Einschränkungen leiden,
  • sich für die Einhaltung von Menschenrechten und Minderheitenschutz engagieren,
  • sich offensiv mit Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rassismus auseinandersetzen,
  • sich mit Verschwörungsideologien und Antisemitismus im Kontext der Corona Pandemie auseinandersetzen,
  • Betroffene rechter Gewalt oder Flüchtlinge in ihrer Region unterstützen,

Wie kann man sich bewerben?

Hier geht es zum Bewerbungsformular für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie - Projektpreis - 2020. 

Hier geht es zum Bewerbungsformular für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie - Kommunenpreis - 2020. 

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte den Ausschreibungen, die Sie auf der Startseite finden. 

Einsendeschluss ist der 31. August 2020.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

Wie werden die Preisträger ermittelt?

Im Oktober 2020 tagt eine Jury. Diese wählt aus allen eingegangenen Bewerbungen die Nominierten für die Förderpreise aus. Wir benachrichtigen alle Nominierten nach dem die Entscheidung der Jury feststeht. Über die Zusammensetzung der Jury informieren wir Sie weiter unten auf dieser Webseite. 

Verantwortlich für die Umsetzung und Koordination des Sächsischen Förderpreis für Demokartei ist das

Büro der Amadeu Antonio Stiftung Sachsen in Leipzig.

Ihr Ansprechpartner:

Benjamin Winkler

Tel. 0341 462626 226

foerderpreis@amadeu-antonio-stiftung.de

Die Ausrichtenden

Amadeu Antonio Stiftung

Seit ihrer Gründung 1998 ist es das Ziel der Amadeu Antonio Stiftung, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Hierfür unterstützt sie lokale Initiativen und Projekte in den Bereichen Jugend und Schule, Opferschutz und Opferhilfe, alternative Jugendkultur und Kommunale Netzwerke. Wichtigste Aufgabe der Stiftung ist es, die Projekte über eine finanzielle Unterstützung hinaus zu ermutigen, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken und sie zu vernetzen.

Dirk Oelbermann Stiftung

Die Dirk Oelbermann Stiftung verdankt sich dem sozialen Engagement des Bremer Rechtsanwalts Dirk Oelbermann. 2016/17 wandelte dieser die über 100 Wohnungen umfassende Anlage „Kuchenstück“ in Regis-Breitingen, die bis dato in seinem Besitz war, in Eigentum der Stiftung um. Regis-Breitingen gehört zu den Orten im Südraum Leipzig, die vom jahrzehntelangen Abbau der Braunkohle geprägt sind. Nach dessen Ende braucht die Region viel soziales Engagement von Vereinen, Projektgruppen und Stiftungen, um neue Attraktivität zu gewinnen. Die Dirk Oelbermann Stiftung, die für ihre Stiftungszwecke den freien Teil der Mieteinnahmen aus der Wohnanlage „Kuchenstück“ einsetzt, möchte dabei mitwirken. Als Stiftungszweck ist die Förderung kultureller Projekte, die Jugend- und Altenhilfe, die politische und berufliche Bildung mit Schwerpunkt im „Südraum Leipzig“ und in besonderen Fällen die Unterstützung in Not geratener Einzelpersonen bestimmt. Insbesondere wird die Stiftung Kulturinitiativen mit regional ansässigen Partnern unterstützen. Im Juni 2017 hat die Dirk Oelbermann Stiftung zum ersten Mal vorliegende Anträge beraten und Mittel zur Realisierung kultureller Projekte bewilligt. Dabei hat sich die Stiftung auch für eine Mitwirkung beim Sächsischen Förderpreis für Demokratie entschieden.


Freudenberg Stiftung

Die Freudenberg Stiftung ist 1984 von Mitgliedern der Unternehmerfamilie Freudenberg gegründet worden und operativ tätig. Sie engagiert sich in langfristiger Zusammenarbeit mit NGOs und staatlichen Partner*innen für soziale Inklusion und demokratische Kultur in der Einwanderungsgesellschaft. Ihre Aktivitäten im Themenfeld soziale Inklusion zielen auf die Verbesserung des Zugangs zu Bildung und Ausbildung in belasteten Sozialräumen und für ausgrenzungsgefährdete Gruppen. Gemeinsam mit ihren Partner*innen setzt die Freudenberg Stiftung zugleich auf die Sensibilisierung für Demokratiegefährdungen, auf die Stärkung des Vertrauens in demokratische Institutionen sowie auf den Erwerb demokratischer Handlungskompetenzen, damit Heranwachsende ermutigt und herausgefordert werden, sich verantwortungsvoll und wirksam für ein demokratisches Gemeinwesen zu engagieren. Aktuell arbeitet die Stiftung insbesondere an Ansätzen, um neuen demokratiefeindlichen gesellschaftlichen Entwicklungen auf lokaler Ebene entgegenzuwirken sowie an Strategien zur Vermittlung digitaler Demokratiekompetenz.
    
Sebastian Cobler Stiftung     
Die nach dem Strafverteidiger und Publizisten Dr. Sebastian Cobler benannte Stiftung sieht ihre wichtigste Aufgabe darin, die im Grundgesetz sowie in der Europäischen Verfassung und der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerten Bürgerrechte zu verteidigen und durchzusetzen. Eine der wichtigsten damit verbundenen Aufgaben ist die Verpflichtung, das Recht aller Bürgerinnen und Bürger, selbst über die Verwendung der eigenen Daten zu entscheiden, gegen alle Bestrebungen einer tendenziell grenzenlosen Verarbeitung ihrer Daten zu verteidigen. Seit ihrer Gründung 2005 setzt die Stiftung sich für politisch, rassisch, religiös Verfolgte, Flüchtlinge und Behinderte ein. Die Stiftung fördert Initiativen und Projekte, die sich im Sinne einer demokratischen Zivilgesellschaft für Toleranz, Bildung, interkulturelle Verständigung und Gewaltprävention engagieren. Die Stiftung arbeitet überregional und möchte mit der Unterstützung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie die Entwicklung einer demokratischen Kultur in Sachsen fördern und die Bürgerinnen und Bürger zu mehr Zivilcourage ermutigen.

Die Jury

  • Dr. Robert Benjamin Biskop, Geschäftsführer, Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig e.V.
  • Dr. Pia Gerber, Geschäftsführerin der Freudenberg Stiftung
  • Uli Hauser, Initiator der stern-Kampagne "Mut gegen rechte Gewalt"
  • Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung
  • Arno Köster, Autor, Moderator und PR-Berater
  • Sebastian Krumbiegel, Sänger und Pianist ("Die Prinzen")
  • Prof. Dr. Beate Küpper, Professorin für Soziale Arbeit, Hochschule Niederrhein
  • Prof. Dr. Andrew Mackenzie, Director, Physics of Quantum Materials, Max Planck Institute for Chemical Physics of Solids
  • Dirk Oelbermann, Gründer und Vorsitzender der Dirk Oelbermann Stiftung
  • Rupert von Plottnitz, Vorsitzender der Sebastian Cobler Stiftung
  • Dr. Patrice G. Poutrus, Zeithistoriker und Migrationsforscher, Universität Erfurt
  • Ingrid Rothe, Öffentlichkeitsarbeit Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe, Dresden
  • Wolfgang Rothe, Kaufmännischer Geschäftsführer der Semperoper Dresden
  • Andreas Schüller, Chefdirigent Staatsoperette Dresden
  • Dr. Eva Sturm, Cellex Stiftung
  • Prof. Dr. Andreas Zick, Professor für Sozialisation und Konfliktforschung und Mitglied des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung

Partner*innen

Die Stiftung Elemente der Begeisterung ist die erste nur von Studierenden errichtete rechtsfähige Stiftung Deutschlands.
MUT_16_9

Mut gegen rechte Gewalt

Die Aktion ermutigt zu mehr Zivilcourage und leistet Initiativen unbürokratische Hilfe gegen Rechtsextremismus

Mehr als Eis! Ben & Jerry´s möchte auch den Hunger auf soziale Gerechtigkeit stillen und engagiert sich für die Rechte von Menschen auf der ganzen Welt - unabhängig von Herkunft, Religion, Sexualität, Behinderung, wirtschaftlichem Hintergrund oder Alter.

Projekte für Demokratisches Handeln

AmadeuAntonioPreis_MickPrinz_Beitragsbild_16_9

Amadeu Antonio Preis

Der Preis ehrt diejenigen, die sich mit kreativen Mitteln gegen Rassismus und Diskriminierung stark machen

MUT_16_9

Mut gegen rechte Gewalt

Die Aktion ermutigt zu mehr Zivilcourage und leistet Initiativen unbürokratische Hilfe gegen Rechtsextremismus

Fotograf

Kinder- und Menschenrechte

Kinder- & Menschenrechte und der Schutz schwacher Gruppen sind das Kernelement einer demokratischen Gesellschaft.

Rassismus Tötet 16:9

Opferfonds CURA

Finanzielle Hilfe für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

KeinOrt_Beitragsbild_16_9_2

Kein Ort für Neonazis

Die Kampagne vereint demokratische Kräfte in einer großen Bewegung gegen Rechtsextremismus.

Mitmachen stärkt Demokratie

Engagieren Sie sich mit einer Spende oder Zustiftung!

Neben einer Menge Mut und langem Atem brauchen die Aktiven eine verlässliche Finanzierung ihrer Projekte. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeit der Stiftung für Demokratie und Gleichwertigkeit.