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Take A Stand Against Antifeminism

Take A Stand Against Antifeminism

Antifeminismus braucht Gegenwind!

Mit dem Projekt Take A Stand Against Antifeminism setzt sich die Amadeu Antonio Stiftung gegen die zunehmende Verbreitung antifeministischer Ideologien und ihre antidemokratischen Folgen ein. Antifeminismus richtet sich gegen Gleichstellung, geschlechtliche Vielfalt und feministische Errungenschaften und ist zugleich ein zentrales Mobilisierungsthema rechtsextremer, autoritärer und menschenfeindlicher Bewegungen.

Das Projekt macht sichtbar, wie Antifeminismus funktioniert, wo er Menschen bedroht und wie demokratische Gegenstrategien aussehen können. Wir klären auf, stärken feministische und queere Akteur*innen und entwickeln Formate, die dort wirken, wo antifeministische Erzählungen Menschen erreichen: in sozialen Medien, in politischen Debatten und im Alltag vor Ort.

So klären wir über Antifeminismus auf und stärken feministisches Engagement

Feministische Kämpfe haben in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht: mehr Selbstbestimmung, mehr Schutz vor Gewalt, mehr Sichtbarkeit und mehr Rechte für Frauen, queere Menschen und marginalisierte Gruppen. Genau diese Errungenschaften geraten zunehmend unter Druck. Reaktionäre, rechtsextreme und antifeministische Akteur*innen versuchen, gesellschaftliche Fortschritte zurückzudrängen und Menschen wieder in autoritäre Geschlechterrollen zu zwingen.

Das zeigt sich im digitalen Raum, wo maskulinistische Influencer Misogynie, Queerfeindlichkeit und autoritäre Männlichkeitsbilder verbreiten. Es zeigt sich in Parlamenten, wenn feministische und queere Rechte infrage gestellt werden. Und es zeigt sich in Angriffen auf feministische Akteur*innen, auf CSDs und auf solidarische Orte, die gerade in ländlichen Räumen wichtige Anlaufstellen sind.

Wir halten dagegen: Mit einer Social-Media-Kampagne erreichen wir junge Männer, die bisher wenig Berührung mit feministischen Perspektiven haben. Unser Videopodcast Pinke Pille erklärt antifeministische Strategien, extrem rechte Geschlechterbilder und digitale Radikalisierungsprozesse verständlich und zugänglich. Mit unserer Filmreihe stärken wir solidarische Orte in Ostdeutschland, die sich praktisch gegen Antifeminismus, rechte Gewalt und Ausgrenzung stellen.

So verbindet Take A Stand Against Antifeminism Aufklärung, digitale Prävention und Stärkung vor Ort.

Coverbild vom Videopodcast Pinke Pille - der Antifeminismus-Monitor
Du hast von der roten Pille gehört? Willkommen bei der pinken. In der antifeministischen Szene bedeutet „redpilled“: Man hat angeblich die Augen geöffnet – für eine Welt, in der Feminismus die Ursache allen Übels sei. Die Metapher aus dem Film „Matrix“ wird genutzt, um gegen Feminismus zu mobilisieren. In unserem Videopodcast „Pinke Pille“ nehmen wir antifeministische Ideologien auseinander und zeigen, wie sie Jugendliche, Influencer, Politik und Popkultur beeinflussen. Wir sprechen über rechtsextreme Jugendgruppen, Queerfeindlichkeit oder digitale Männlichkeitskulte und geben bei jeder Folge den Hörer*innen Gegenstrategien an die Hand.
Filmplakat der Dokumentarfilmreihe "Wo wir uns halten"
Die Dokumentarfilmreihe „Wo wir uns halten – Geschichten solidarischer Orte in Ostdeutschland“ zeigt politische Initiativen im ländlichen Ostdeutschland: Jugendtreffs in Sachsen, in denen sich Mädchen* of Color stärken, iranisch-afghanische Selbstorganisierung in Jena und das Soziokulturelle Zentrum Zora in Halberstadt als sicherer Raum für Geflüchtete. Die Filmemacher*innen Nora Noll, Sharon Jamila Hutchinson und Toni Kelm machen damit feministisches und antirassistisches Engagement sichtbar, das oft übersehen wird – und erzählen von Menschen, die sich unermüdlich für eine demokratische und offene Gesellschaft einsetzen.
Screenshot von einem Tiktok-Video von Burak Caniperk, er sagt "Schluss mit Frauenhass".
Influencer Burak Caniperk klärt über Frauenhass auf
Frauenhass ist auf Social Media allgegenwärtig, während es nur wenige Formate gibt, die junge Männer mit demokratischen und gleichstellungsorientierten Perspektiven erreichen. Von November 2025 bis Januar 2026 entwickelten wir mit männlichen Influencern zwischen 18 und 30 Jahren aufklärerische TikTok-Videos zu Misogynie, Frauenhass und antifeministischen Erzählungen im digitalen Alltag. So erreichten wir junge Männer auch außerhalb feministischer und politischer Bildungsräume. Die Kampagne zeigte, dass Creator ein wichtiges Gegengewicht zu antifeministischen Inhalten sein können. Insgesamt wurden damit rund 650.000 Follower*innen erreicht.

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Das bieten wir außerdem an: Netzwerkarbeit, Forschung, Kommunikation

Netzwerkarbeit und Beratung

Als Teil der Fachstelle Gender und Rechtsextremismus sind wir in bundesweiten und internationalen Netzwerken aktiv, die sich mit Antifeminismus, Gleichstellung, Demokratieschutz und feministischer Praxis befassen. Dort bringen wir unsere Expertise ein, stärken den fachlichen Austausch und entwickeln gemeinsam mit Partner*innen Strategien gegen antifeministische Angriffe.

Mit Zukunftswerkstätten, Tagungen, Podien und internationalen Fachgesprächen schaffen wir Räume für gemeinsames Lernen, Reflexion und gegenseitige Stärkung. Dabei bringen wir unsere Erfahrungen ein, lernen von anderen feministischen Akteur*innen und stärken gemeinsame Perspektiven gegen Antifeminismus.

Bei antifeministischen Angriffen unterstützen wir Betroffene durch Einordnung und Weitervermittlung, insbesondere an die Meldestelle Antifeminismus. Die Erkenntnisse aus dieser Arbeit fließen in politische Beratung ein: So konnten wir Gleichstellungs- und Frauenminister*innen bereits bei wichtigen Maßnahmen im Themenfeld Antifeminismus unterstützen.

Politische Kommunikation

Unser Wissen über Antifeminismus nutzen wir für politische Kommunikation, Fachöffentlichkeit und mediale Aufklärung. Grundlage dafür sind der Austausch mit feministischen Akteur*innen sowie unsere Erkenntnisse aus Monitoring und Forschung.

Auf den Social-Media-Kanälen der Stiftung informieren wir über aktuelle Entwicklungen, Studien und antifeministische Dynamiken. In Vorträgen und Workshops sensibilisieren wir Stakeholder wie Gewerkschaften, Berufsverbände, zivilgesellschaftliche Organisationen und frauenpolitische Akteur*innen für Antifeminismus und bieten ihnen wirksame Gegenstrategien an.

Auf Fachveranstaltungen teilen wir Projektergebnisse mit Fachpublikum. In Hintergrundgesprächen ordnen wir aktuelle antifeministische Entwicklungen ein. Unsere Einschätzungen geben wir außerdem bei Presseanfragen und Interviews an die mediale Öffentlichkeit weiter.

Wir beobachten und analysieren antifeministische Vorfälle, Akteur*innen und Strategien. Dabei untersuchen wir, welche Narrative verbreitet werden, wer von Angriffen betroffen ist und wo Antifeminismus gesellschaftlich, digital und politisch besonders wirksam wird.

Unsere Erkenntnisse fließen in den Videopodcast Pinke Pille: Der Antifeminismus-Monitor, in Belltower.News-Artikel und in gemeinsame Publikationen ein, etwa mit der BAG kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen oder mit Lola für Demokratie e.V. Darüber hinaus sind wir Teil des Expert*innengremiums des europäischen Forschungsprojekts RESIST, das queer-feministische und intersektionale Gegenstrategien gegen transnationale Anti-Gender-Politiken untersucht. Zugleich machen wir bestehende Forschungslücken sichtbar und zeigen auf, wo vertiefte Analysen und Datenerhebungen notwendig sind.

Illustrationen: Kristina Wedel

Weitere Projekte gegen Antifeminismus und für Vielfalt

Antifem Titelbild

gegen-antifeminismus.de

Geschlechtsspezifische Gewalt ist in Deutschland immer noch ein Randthema, das eher wenig politische Aufmerksamkeit erfährt. Aber Achtung! Für Antifeminist*innen ist das Thema ein gefundenes Fressen. Wir haben da was dagegen! Mit unserem Online-Tool gegen-antifeinismus.de kannst du ganz einfach antifeministische Behauptungen erkennen und widerlegen!

HP Antifem

Meldestelle Antifeminismus

Sexistisch, frauenfeindlich, queerfeindlich. Menschenfeindliche Botschaften, Angriffe auf Gleichstellung, politische Strategien gegen Emanzipationsbestreben. Antifeminismus zeigt sich vielfältig. Wir erfassen und dokumentieren Fälle, unabhängig davon, ob sie angezeigt wurden und unabhängig davon, ob sie einen Straftatbestand erfüllen oder unter der sogenannten Strafbarkeitsgrenze liegen. Relevant ist die antifeministische Dimension. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Betroffenen.

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Lola für Demokratie

Für Geschlechtergerechtigkeit und eine gendersensible Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus.

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Was ist Antifeminismus?

Antifeminismus gibt es, seit es Feminismus gibt – in Europa also seit mehr als 200 Jahren. Seitdem ist viel geschehen in Sachen Gleichberechtigung. Aber der Kampf um die Gleichstellung der Frau ging schon immer auch mit Gegendiskursen und -bewegungen einher […]

Weiterführende Publikationen

Unser Kontakt

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team-antifem@amadeu-antonio-stiftung.de
Projektleitung: Sabine Herberth

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