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RIAS Niedersachsen

RIAS Niedersachsen - Antisemitismus sichtbar machen!

Vorfälle von Antisemitismus zu dokumentieren, systematisch zu erfassen und einzuordnen – dieser Aufgabe widmet sich in Niedersachsen die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Niedersachsen. Die Stelle hat im Oktober 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Ihre Trägerschaft liegt bei der Amadeu Antonio Stiftung. Als niedersächsische Stelle in der Bundesarbeitsgemeinschaft RIAS trägt sie dazu bei, einen bundesweiten Überblick über antisemitische Angriffe zu schaffen und über aktuelle Entwicklungen zu informieren. RIAS Niedersachsen versteht sich als Anlaufstelle und zivilgesellschaftliches Sprachrohr für Betroffene und Zeug*innen von antisemitischen Vorfällen und steht parteiisch an ihrer Seite.

Darum geht es bei RIAS Niedersachsen

Antisemitismus ist für die davon betroffenen Jüdinnen und Juden alltagsprägend. Tagtäglich müssen sie  davon ausgehen, mit antisemitischer Gewalt konfrontiert zu werden - ob am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Wohnumfeld. Dabei reicht das Spektrum von verletzenden oder beleidigenden Bemerkungen bis hin zu gewalttätigen Angriffen. 

Eine Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte zeigt jedoch, dass nur 21% der Betroffenen, die in den letzten fünf Jahren in Deutschland einen schweren antisemitischen Vorfall erlebten, diesen der Polizei oder einer anderen Organisation meldeten. Zudem werden antisemitische Vorfälle, die keine Straftaten darstellen, kaum dokumentiert. RIAS Niedersachsen will das ändern. Betroffene und Zeug*innen können sich an die Stelle wenden.

Mit der Dokumentation und Analyse von Vorfällen wollen wir die vielfältigen Erfahrungen und Erscheinungsformen von Antisemitismus heute sichtbar machen. Die Betroffenenperspektive und der Vertrauensschutz stehen dabei immer im Zentrum unserer Arbeit. Nur die Betroffenen entscheiden, wie mit den gesammelten Informationen verfahren wird. Es werden Fälle aller Schweregrade aufgenommen, auch Solche, die unter der Strafbarkeitsgrenze liegen.

Das bietet RIAS Niedersachsen an

Dokumentation

Wir dokumentieren antisemitische Vorfällen. Die Fälle werden von uns wissenschaftlich kategorisiert und eingeordnet. Zudem beobachten wir potentiell antisemitische Veranstaltungen. Hier geht es zur Meldemaske für antisemitische Vorfälle.

Entwicklung von Bildungsmaterial

Wir evaluieren und entwickeln Handlungskonzepten zur Präventions- und Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. Die Konzepte werden für die Arbeit mit Schulen, Studierenden, Polizei und Strafverfolgungsbehörden verwendet.

Verweisberatung

Falls dies von den Betroffenen gewünscht wird bieten wir die Möglichkeit an kompetente psychosoziale, Antidiskriminierungs-, oder Opferberatungen zu vermitteln.

Ihr Kontakt

Der Vertrauensschutz steht für uns immer an erster Stelle. Nur Sie entscheiden, wie mit den gesammelten Informationen verfahren wird. 

Sie erreichen uns unter: 
info@rias-niedersachsen.de

Persönlich:
Mo - Do: 10:00 – 13:00 Uhr
oder nach Vereinbarung

Katarzyna Miszkiel-Deppe (Projektleitung)
katarzyna.miszkiel-deppe@rias-niedersachsen.de
Fon +49 151 56384358

Katarzyna Miszkiel-Deppe hat langjährige Beratungserfahrung (Jugendamt, Migrationsdienst). Die Sozialarbeitswissenschaftlerin ist Lehrbeauftragte an der Hochschule Hannover und hat in mehreren Projekten mit dem Arbeitsschwerpunkt Antisemitismus und Rassismus mitgearbeitet.

Helge Regner (Projektmitarbeiter)
helge.regner@rias-niedersachsen.de
Fon  +49 151 56382538

Helge Regner hat in Hannover, Frankfurt am Main und Turin Politikwissenschaften studiert. Zu seinen Schwerpunkten gehören politische Theorie und internationale Beziehungen sowie die Analyse von Theorien der Ungleichwertigkeit. Er ist zudem seit vielen Jahren in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit tätig.

News

An einer Wand sind Bilder und Texte ausgestellt

Was hat das mit mir zu tun?

Die Geschichte von Anne Frank hat tausende Menschen tief bewegt. Doch was bewirkt die Auseinandersetzung, wenn der Alltag von Jüd*innen in Deutschland noch heute von Antisemitismus geprägt ist? Wie kann eine würdige Erinnerungskultur aussehen? Diese Fragen bewegte auch die Heinrich-Hertz-Schule in Hamburg. Sie hat sich ihnen gestellt – und Antworten gefunden: In einem Aktionsjahr will sie den ermordeten Jüd*innen gedenken.

Publikationen

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Weitere Projekte der Stiftung zum Thema

Eine Hand ist an einer Wand

Debunk

Prävention gegen Antisemitismus und Verschwörungsideologien in Sachsen

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