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Aktionswochen gegen Antisemitismus

Antisemitismus geht uns alle an!

Über 3.100 Veranstaltungen, 500 Partnerorganisationen, 200 Orte, ein Ziel: Zusammenschließen und gemeinsam Antisemitismus die Stirn bieten! Seit 2003 finden die „Aktionswochen gegen Antisemitismus“ im gesamten Bundesgebiet statt, seit 2016 in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum. Mittlerweile haben sich die Aktionswochen durch ihre kontinuierliche Unterstützung von lokalen Initiativen und Projekten fest etabliert. Wir brauchen mehr als warme Worte: Antisemitismus geht uns alle an!

 

2021 soll ein Festjahr sein! Gefeiert werden 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Die Stimmung wird aber getrübt. Seit der Corona-Pandemie zeigt sich Antisemitismus wieder offener und ungehemmter. Verschwörungserzählungen finden ein Millionenpublikum, Israelhass wird auf Deutschlands Straßen verbreitet und es werden wieder Synagogen angegriffen und in Brand gesetzt. Jüdinnen und Juden werden zunehmend bedroht.

 

Die 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland waren aber auch vor der Corona-Pandemie - gelinde gesagt - nicht einfach. Denn Antisemitismus hat eine lange Geschichte, Verfolgungen, Vertreibungen, Morde prägen die deutsch-jüdische Geschichte; auch. Jüdisches Leben gibt es aber weiterhin: Trotz Alledem.

 

Die Schwerpunkte der diesjährigen „Aktionswochen gegen Antisemitismus“ bilden deshalb:

  1. die lange Geschichte des Antisemitismus,
  2. Jüdisches Leben und Antisemitismus heute,
  3. jüdische Widerständigkeit.

 

Die Aktionswochen gegen Antisemitismus finden 2021 wieder rund um den 9. Oktober, dem Jahrestag des Anschlags in Halle (Saale), und den 9. November, dem Jahrestag der Novemberpogrome mit  Veranstaltungen, Projektionen antisemitischer Vorfälle und unserer bundesweiten Plakatkampagne.

 

Gemeinsam Antisemitismus nachhaltig kämpfen!

Jüdische Quartett Cover

Das Jüdische Quartett

Im Jüdischen Quartett treffen sich Jüdinnen regelmäßig unregelmäßig und diskutieren über G’tt und die Welt: von Kultur und Literatur bis hin zu Fragen von Gesellschaft, Religion, Politik und Privatem. Immer geht es dabei um Jüdisches Leben und viel zu oft muss es um Antisemitismus gehen.

Darum braucht es die Aktionswochen

Antisemitismus ist zuerst ein Angriff auf jüdisches Leben, aber stets auch ein Angriff auf unsere Demokratie. Dabei tritt Antisemitismus nicht nur als körperliche Gewalt in Erscheinung: Auch das Mobbing jüdischer Schülerinnen und Schüler, Hate Speech im Netz, verschwörungsideologische Welterklärungen, Drohungen auf offener Straße und vermeintliche Kritik an Israel sind Formen des Antisemitismus. Hier wird sichtbar und für viele täglich spürbar, dass wir als Gesellschaft handeln und jüdisches Leben besser schützen müssen.

Als größter gesellschaftlicher Zusammenschluss wirken die Aktionswochen gegen Antisemitismus der Ermüdung von Politik und Zivilgesellschaft entgegen. Dafür setzen wir auf innovative Tools und Konzepte zur Prävention und bieten die richtigen Formate, um antisemitische Ressentiments zu lindern: Fortbildungen, Aufklärungskampagnen, Handreichungen, Veranstaltungen und das wirksamste aller Mittel – die Begegnung. So kooperieren wir sowohl mit der kleinen Jugendinitiative als auch dem bekannten Museum, der Gedenkstätte und anderen politischen wie zivilgesellschaftlichen Institutionenen.

Folgen Sie uns

 

Die Aktionswochen haben mit überregionalen Netzwerktreffen Strukturen geschaffen, die es ganz unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren ermöglichen, sich zusammenzuschließen und gegenseitig im Kampf gegen Antisemitismus zu stärken. Die Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinschaft stellt hierbei einen der wichtigsten Schwerpunkte dar. Wir schaffen Räume für jüdische Perspektiven und bauen Brücken zur Mehrheitsgesellschaft. Nur so kann die dringend benötigte Solidarität mit Opfern antisemitischer Gewalt eine breite Öffentlichkeit erreichen.

  

Ihr Kontakt:

aktionswochen@amadeu-antonio-stiftung.de

Tel.: 030. 240 886 19

Das bieten die Aktionswochen an

nichts-gegen-juden.de

Gegenargumente zu den klassischen antisemitischen Klischees - zur einfachen Verwendung im Netz!

Kooperation

Wir kooperieren mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren, die sich kritisch mit unterschiedlichen Formen des Antisemitismus beschäftigen. Von kleinen Jugendinitiativen und Heimatmuseen bis Gedenkstätten und Museen, von Podiumsdiskussionen bis Projektionen antisemitischer Vorfälle: Wir stehen finanziell und organisatorisch zur Seite und erzeugen eine dringend erforderliche Sichtbarkeit.

Vernetzung

Wir bringen die zahlreichen Akteurinnen und Akteure aus der engagierten Zivilgesellschaft zusammen, die sich vor Ort gegen Antisemitismus starkmachen. Die Vernetzung findet insbesondere im Rahmen von Netzwerktreffen statt, die 2019 in den drei Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen unter Schrimherrschaft des jeweiligen Beauftragten gegen Antisemitismus durchgeführt wurden. 

Chronik antisemitischer Vorfälle

News

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Veranstaltung

Israel und die Juden – eine komplizierte Geschichte?!

Welche Rolle spielt Israel im Leben deutscher Jüdinnen und Juden? Welche nicht? Welche im Judentum und in der Diaspora? Und wenn Israel ein wichtiger Teil jüdischer Identität ist, auch in der Diaspora, wie werden dann die Angriffe auf Israel wahrgenommen, die Boykottforderungen und die Verharmlosungsstrategien, die Forderungen nach einer Unterscheidung zwischen “Israelkritik” und Antisemitismus?

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Neuerscheinung

Online-Tool gegen antisemitische Kommentare

Antisemitismus zeigt sich wieder sichtbarer, offener, ungehemmter – auf offener Straße, wie im Internet. Für alle, denen manchmal die Worte fehlen, um Antisemitismus online zu widersprechen, gibt es das Online-Tool „Nichts gegen Juden!“.

Publikationen

Andere reden, wir handeln: Im Rahmen der "Aktionswochen gegen Antisemitismus" finden unzählige Veranstaltungen statt, die sich auf kritische Weise mit Antisemitismus beschäftigen. Die vier Schwerpunkte der Aktionswochen 2018 bildeten: (1) 80. Jahrestag der Novemberpogrome, (2) sekundärer Antisemitismus & Erinnerungsabwehr, (3) israelbezogener Antisemitismus & Israelboykott und (4) Verschwörungsmythen. Zwei Beispiele: In Offenburg beteiligten sich über 500 Schüler*innen aus mehreren Schulen an einer Putzaktion der 130 Stolpersteine. In München eröffnete das Kunstkollektiv "studio sherut" das Restaurant "Schmock" für 12 Stunden wieder. Im Jahr 2016 beschloss der Inhaber, sein Restaurant - das gehobene israelische Küche mit einem ironisch-provokanten Umgang mit der deutsch-jüdischen Geschichte verband - wegen der Vielzahl antisemitischer Anfeindungen zu schließen. Beide Beispiele verdeutlichen, wie klug und kreativ ein kritischer Umgang mit Antisemitismus aussehen kann.

Podcast

Antisemitismus

Jüdinnen und Juden erleben in ihrem Alltag verschiedene Formen von Antisemitismus. Wie genau er sich heute äußert, welche Rolle der Bezug auf Israel spielt und wie man antisemitischen Einstellungen entgegen treten kann, erfahrt ihr hier.

Verschwörungsideologien

Verschwörungsideologien haben viele Gesichter, können faszinieren, sind oft skurril und manchmal belustigend. Doch sie sind gefährlich. Wie entstehen und funktionieren sie? Warum glauben Menschen an sie? Und welche gesellschaftlichen Mechanismen spielen dabei eine Rolle?

Alle Folgen

Der Podcast klärt in mehreren Folgen über unterschiedliche rechte Ideologien auf. 

Projekte gegen Antisemitismus

gluehbirne-grafitti

ju:an – Praxisstelle

Beratung, Schulung und Coaching für Antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit

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No world order

Handeln gegen Verschwörungsideologien und Antisemitismus

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NEBA

Analysen und Handlungsvorschläge zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus

Die Aktionswochen werden gefördert von:

Mitmachen stärkt Demokratie

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Neben einer Menge Mut und langem Atem brauchen die Aktiven eine verlässliche Finanzierung ihrer Projekte. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeit der Stiftung für Demokratie und Gleichwertigkeit.