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Aktionswochen gegen Antisemitismus

Antisemitismus geht uns alle an!

Über 3.000 Veranstaltungen, 500 Partnerorganisationen, 200 Orte, ein Ziel: Zusammenschließen und gemeinsam Antisemitismus die Stirn bieten! Seit 2003 finden die „Aktionswochen gegen Antisemitismus“ im gesamten Bundesgebiet statt, seit 2016 in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum. Mittlerweile haben sich die Aktionswochen durch ihre kontinuierliche Unterstützung von lokalen Initiativen fest etabliert. Mehr als warme Worte: Antisemitismus geht uns alle an!

Die beiden Schwerpunkte der diesjährigen „Aktionswochen gegen Antisemitismus“ bilden (1) Antisemitismus und Antizionismus in Musikkulturen und (2) Antisemitismus im Jugend- und Schulkontext. Die Veranstaltung „Wir ziehen Antisemitismus den Stecker! #UnplugAntisemitism“, die Mitte Oktober 2019 in der „Werkstatt der Kulturen“ in Berlin stattfand, markierte daher den offiziellen Auftakt der Aktionswochen.

Darum braucht es die Aktionswochen

Antisemitismus ist zuerst ein Angriff auf jüdisches Leben, aber stets auch ein Angriff auf unsere Demokratie. Dabei tritt Antisemitismus nicht nur als körperliche Gewalt in Erscheinung: Auch das Mobbing jüdischer Schülerinnen und Schüler, Hate Speech im Netz, verschwörungsideologische Welterklärungen, Drohungen auf offener Straße und vermeintliche Kritik an Israel sind Formen des Antisemitismus. Hier wird sichtbar und für viele täglich spürbar, dass wir als Gesellschaft handeln und jüdisches Leben besser schützen müssen.

Als größter gesellschaftlicher Zusammenschluss wirken die Aktionswochen gegen Antisemitismus der Ermüdung von Politik und Zivilgesellschaft entgegen. Dafür setzen wir auf innovative Tools und Konzepte zur Prävention und bieten die richtigen Formate, um antisemitische Ressentiments zu lindern: Fortbildungen, Aufklärungskampagnen, Handreichungen, Veranstaltungen und das wirksamste aller Mittel – die Begegnung. So kooperieren wir sowohl mit der kleinen Jugendinitiative als auch dem bekannten Museum, der Gedenkstätte und anderen politischen wie zivilgesellschaftlichen Institutionenen.

Folgen Sie uns

 

Die Aktionswochen haben mit überregionalen Netzwerktreffen Strukturen geschaffen, die es ganz unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren ermöglichen, sich zusammenzuschließen und gegenseitig im Kampf gegen Antisemitismus zu stärken. Die Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinschaft stellt hierbei einen der wichtigsten Schwerpunkte dar. Wir schaffen Räume für jüdische Perspektiven und bauen Brücken zur Mehrheitsgesellschaft. Nur so kann die dringend benötigte Solidarität mit Opfern antisemitischer Gewalt eine breite Öffentlichkeit erreichen.

  

Ihr Kontakt:

aktionswochen@amadeu-antonio-stiftung.de

Tel.: 030. 240 886 19

Das bieten die Aktionswochen an

nichts-gegen-juden.de

Gegenargumente zu den klassischen antisemitischen Klischees - zur einfachen Verwendung im Netz!

Kooperation

Wir kooperieren mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren, die sich kritisch mit unterschiedlichen Formen des Antisemitismus beschäftigen. Von kleinen Jugendinitiativen und Heimatmuseen bis Gedenkstätten und Museen, von Podiumsdiskussionen bis Projektionen antisemitischer Vorfälle: Wir stehen finanziell und organisatorisch zur Seite und erzeugen eine dringend erforderliche Sichtbarkeit.

Vernetzung

Wir bringen die zahlreichen Akteurinnen und Akteure aus der engagierten Zivilgesellschaft zusammen, die sich vor Ort gegen Antisemitismus starkmachen. Die Vernetzung findet insbesondere im Rahmen von Netzwerktreffen statt, die 2019 in den drei Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen unter Schrimherrschaft des jeweiligen Beauftragten gegen Antisemitismus durchgeführt wurden. 

Chronik antisemitischer Vorfälle

News

Publikationen

Andere reden, wir handeln: Im Rahmen der "Aktionswochen gegen Antisemitismus" finden unzählige Veranstaltungen statt, die sich auf kritische Weise mit Antisemitismus beschäftigen. Die vier Schwerpunkte der Aktionswochen 2018 bildeten: (1) 80. Jahrestag der Novemberpogrome, (2) sekundärer Antisemitismus & Erinnerungsabwehr, (3) israelbezogener Antisemitismus & Israelboykott und (4) Verschwörungsmythen. Zwei Beispiele: In Offenburg beteiligten sich über 500 Schüler*innen aus mehreren Schulen an einer Putzaktion der 130 Stolpersteine. In München eröffnete das Kunstkollektiv "studio sherut" das Restaurant "Schmock" für 12 Stunden wieder. Im Jahr 2016 beschloss der Inhaber, sein Restaurant - das gehobene israelische Küche mit einem ironisch-provokanten Umgang mit der deutsch-jüdischen Geschichte verband - wegen der Vielzahl antisemitischer Anfeindungen zu schließen. Beide Beispiele verdeutlichen, wie klug und kreativ ein kritischer Umgang mit Antisemitismus aussehen kann.

Podcast

Antisemitismus

Jüdinnen und Juden erleben in ihrem Alltag verschiedene Formen von Antisemitismus. Wie genau er sich heute äußert, welche Rolle der Bezug auf Israel spielt und wie man antisemitischen Einstellungen entgegen treten kann, erfahrt ihr hier.

Verschwörungsideologien

Verschwörungsideologien haben viele Gesichter, können faszinieren, sind oft skurril und manchmal belustigend. Doch sie sind gefährlich. Wie entstehen und funktionieren sie? Warum glauben Menschen an sie? Und welche gesellschaftlichen Mechanismen spielen dabei eine Rolle?

Alle Folgen

Der Podcast klärt in mehreren Folgen über unterschiedliche rechte Ideologien auf. 

Projekte gegen Antisemitismus

NEBA

Analysen und Handlungsvorschläge zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus

Die Aktionswochen werden gefördert von:

Mitmachen stärkt Demokratie

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Neben einer Menge Mut und langem Atem brauchen die Aktiven eine verlässliche Finanzierung ihrer Projekte. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeit der Stiftung für Demokratie und Gleichwertigkeit.