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ju:an – Praxisstelle

ju:an-Praxisstelle: Antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit

© Sam Breach @flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Antisemitismus und Rassismus in der Jugendarbeit zusammendenken!

Antisemitismus, Rassismus und andere Formen von Abwertung, Diskriminierung und Ausgrenzung sind für die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) eine große Herausforderung. Dieser stellt sich das überregionale Modellprojekt »ju:an - Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit« und setzt den Fokus dabei auf den immer offener hervortretenden Antisemitismus. Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus wird dabei durch Rassismuskritik flankiert und umgekehrt. Die Säulen des Projektes bilden: Beratung, Coaching und Fortbildungen für Fachkräfte und Multiplikator*innen der OKJA und Empowermentworkshops für Jugendliche und Jugendarbeiter*innen.

Ihr Kontakt:

praxisstelle@amadeu-antonio-stiftung.de
Tel.: 030. 240 886 15

Büro Hannover:

praxisstelle-hannover@amadeu-antonio-stiftung.de

Tel.: 0511. 897 34 333

Darum braucht es ju:an

Auch im Jugendclub ist „Jude“ ein gängiges Schimpfwort, die Jugendlichen hören Musik mit Phrasen wie „die Juden von der Börse“ oder teilen im Netz Beiträge, in denen Israel als böse Macht dargestellt wird, die für Krieg und Elend verantwortlich sei. Oft wissen Sozialarbeiter*innen und Erzieher*innen nicht, wie sie damit umgehen sollen oder scheuen eine Konfrontation oder sind sich in den "großen Fragen" von Wirtschaft und Weltpolitik selbst nicht sicher.

Fachkräfte in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) müssen in der Lage sein, Antisemitismus zu erkennen, um ihm wirksam entgegentreten zu können. Am besten ist, sie arbeiten bereits präventiv dazu, bevor etwas passiert. In einem ersten Schritt gehört dazu die Bereitschaft, Antisemitismus als aktuelles und allgegenwärtiges Problem zu erkennen und ihn nicht der nationalsozialistischen Vergangenheit oder „den Muslimen“ oder „den Geflüchteten“ zuzuordnen.

Die ju:an-Praxisstelle vermittelt in Fortbildungen Grundlagenwissen zu Antisemitismus und Rassismus sowie zum Konzept des Empowerment, das von Abwertung und Ausgrenzung betroffene Jugendliche stärkt. Mit Beratungen und prozessorientiertem Coaching von Jugendfreizeiteinrichtungen, Trägern der OKJA und von einzelnen Fachkräften trägt die ju:an-Praxisstelle dazu bei, Antisemitismus- und Rassismuskritik als Querschnittsaufgabe der Jugendarbeit zu verankern.

Das bietet ju:an an

Beratung

Pädagog*innen und Fachkräfte der Jugendarbeit handeln stets präventiv und am Puls der Zeit. Ihre Fragen sind oft dringlich, brauchen sofort Antworten und werden oft durch kurzfristige und durchaus gelingende Interventionen aufgeschoben.

Fortbildungen

Wir bieten in Zusammenarbeit mit Ihrer Jugendfreizeiteinrichtung oder mit Jugendämtern und Trägern der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Fortbildungen zu den Themenfeldern Antisemitismus, Rassismus und ihren Wechselbeziehungen und Empowerment an.

Empowerment

Empowerment ist eine Strategie, wie sich Communities oder Personen, die gesellschaftlich beispielsweise durch Antisemitismus und/oder Rassismus benachteiligt und abgewertet werden, gegenseitig und selbst stärken.

News

Publikationen

Rassismus ist kein Randproblem

Materialien für pädagogische Fachkräfte zum Thema Rassismus vor und nach 1989 in Ostdeutschland am Beispiel der Ermordung Amadeu Antonios

Ausgabe vergriffen PDF

Ein Schulsozialarbeiter berichtete, dass sich an seiner Schule Jugendliche häufiger antisemitisch äußern würden. Seine Erwartung sei, Argumentationshilfen zu bekommen. Unsere Fortbildung legte den Fokus jedoch auf das Problem der Verinnerlichung verbreiteter antisemitischer Vorstellungen. Als wir den Sozialarbeiter wiedertrafen, erzählte er, dass er nun verstanden habe: "Das eigentliche Problem sind gar nicht die Jugendlichen, sondern besteht vielmehr unter den Kolleg*innen selbst." Notwendig ist, eine gemeinsame Haltung zu entwickeln. Daher hat er nun mit einigen Lehrer*innen eine Arbeitsgruppe zu Antisemitismus gegründet.

Unterstützer*innen von ju:an

© Niedersächsisches Sozialministerium

 

Aygül Özkan

Niedersächsische Sozialministerin a.D.

 

Erziehung zu Toleranz und Pluralismus muss schon im Kindesalter beginnen, geeignete Jugendarbeit kann dazu beitragen. Deshalb unterstütze ich »ju:an«.

© Niedersächsische Staatskanzlei

 

Stephan Weil

Niedersächsischer Ministerpräsident

 

»ju:an« unterstützt unsere Arbeit in Niedersachsen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für eine tolerante, weltoffene Gesellschaft in einer sehr wertvollen Weise.

 

© Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen

Dilek Kolat

Berliner Arbeitssenatorin a.D.

 

»ju:an« stärkt unsere Gesellschaft, indem das Projekt Jugendlichen Toleranz, Demokratie und soziales Verhalten nahebringt. Ich hoffe, viele andere folgen diesem Beispiel.

 

 

Das Projekt wird gefördert durch:

Podcast

Jugendarbeit

Was heißt “offene Jugendarbeit” ? Wie schafft man Räume, in denen sich wirklich alle wohl fühlen können? Wie geht man mit verschiedenen Formen von Diskriminierung um? Wie können Pädagog*innen unterstützt werden?

Antisemitismus

Jüdinnen und Juden erleben in ihrem Alltag verschiedene Formen von Antisemitismus. Wie genau er sich heute äußert, welche Rolle der Bezug auf Israel spielt und wie man antisemitischen Einstellungen entgegen treten kann, erfahrt ihr hier.

Alle Folgen 

Der Podcast klärt in mehreren Folgen über unterschiedliche rechte Ideologien auf.

Weitere Projekte der Stiftung zum Thema

NEBA

Analysen und Handlungsvorschläge zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus

Opferfonds CURA

Finanzielle Hilfe für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

Mitmachen stärkt Demokratie

Engagieren Sie sich mit einer Spende oder Zustiftung!

Neben einer Menge Mut und langem Atem brauchen die Aktiven eine verlässliche Finanzierung ihrer Projekte. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeit der Stiftung für Demokratie und Gleichwertigkeit.