„Ich bin euer Gott und ihr seid mein Volk“ – Christlicher Neid als Triebkraft für Antisemitismus
Warum wird Neid so oft verdrängt, doch taucht im Zusammenhang mit Antisemitismus immer wieder auf? Wie können christliche Vorstellungen von…
Warum wird Neid so oft verdrängt, doch taucht im Zusammenhang mit Antisemitismus immer wieder auf? Wie können christliche Vorstellungen von…
Woher stammen die antijüdischen Mythen, die teilweise bis heute nachwirken? Der Blick ins Mittelalter zeigt: Aus anfänglich friedlicher Nachbarschaft von…
Der Referentenentwurf stellt einen wichtigen Schritt dar, bleibt jedoch in zentralen Punkten hinter den bestehenden Anforderungen zurück. Aus unserer Sicht besteht insbesondere Nachbesserungsbedarf bei der tatsächlichen Stärkung der Rechte von Betroffenen, der verbindlichen Verankerung partizipativer Strukturen sowie der strukturellen Absicherung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten.
Mit einer gemeinsamen Stellungnahme haben sich zahlreiche Träger der Demokratiearbeit an Bundesministerin Karin Prien gewandt und Kritik an den geplanten Umstrukturierungen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ geäußert. Die angekündigten Maßnahmen gefährden bewährte Strukturen der Präventions- und Bildungsarbeit.
Was ist an der Schule in Schleife passiert – und welche Konsequenzen ziehen wir daraus? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Vorfall, ordnen ein und erläutern, wie wir unsere Förderpraxis weiterentwickeln.
von Nikolas Lelle und Tom Uhlig. Auszug aus „Antisemitismus definieren. Anleitung zur Abgrenzung“, Berlin: Verbrecher Verlag, 2026. Antijudaismus, die religiös…
„Für das christliche Selbstbewusstsein war es über lange Phasen – und wahrscheinlich bis heute – wichtig, das eigene Gute durch…
In der regionalen und überregionalen Berichterstattung wird derzeit ein Vorfall im Zusammenhang mit einem Workshop an einer Schule im ländlichen Sachsen thematisiert. Der Workshop wurde von den Falken Berlin durchgeführt und von der Amadeu Antonio Stiftung finanziell gefördert. Im Verlauf des Workshops bekamen Schüler*innen ein Magazin mit unangemessenen Inhalten zu sehen. Der Workshop wurde umgehend abgebrochen. Die Amadeu Antonio Stiftung hat die Förderung gestoppt.
Verübt Israel in Gaza einen Genozid? Darüber streiten Expert*innen und Jurist*innen auf der ganzen Welt, während israelfeindliche Aktivist*innen und Meinungsmacher*innen…
Der 24. Februar 2022 markiert eine historische Zäsur, deren politische, gesellschaftliche und sicherheitspolitische Folgen noch lange nachwirken werden. Wir gedenken aller Opfer und Betroffenen dieses völkerrechtswidrigen Angriffskrieges.
Seit dem 28. Dezember protestieren Millionen mutiger Menschen im Iran unter Lebensgefahr gegen das bestehende Regime. Diese Proteste sind keine vereinzelten Unruhen – sie sind der klare Ausdruck eines Volkes, das Freiheit, Würde und Grundrechte einfordert.
Dass die Zivilgesellschaft „unter Druck“ steht, ist seit einiger Zeit überall zu hören. Was aber bedeutet es, sich in diesen Zeiten gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu engagieren? Einige der Projekte, die wir 2025 gefördert haben, haben wir gefragt, wie sie auf das Jahr 2025 zurückblicken und was sie sich für 2026 wünschen.
2025 war das Jahr, in dem das digitale Vorfeld der extremen Rechten endgültig aus dem Schatten hervorgetreten ist. Algorithmisch durch Plattformen wie X und Meta belohnt, ästhetisch geschärft durch billig produzierte KI-Inhalte und organisatorisch breit vernetzt
Am 13. November trafen sich über fünfzig Teilnehmende aus zivilgesellschaftlichen Organisationen zum digitalen Fachtag «Gefährdete Grundlagen. Verschwörungsideologie und Desinformation als…
Sicherheit ist in Deutschland ungleich verteilt. Ein Interview mit Tahera Ameer, Programmvorständin der Amadeu Antonio Stiftung.
In ihrem Antrag „Staatliche Finanzierung der Amadeu Antonio Stiftung aus Bundesmitteln beenden“ bringt die AfD einige altbekannte Vorwürfe gegen die Stiftung ins Feld, die jeder Grundlage entbehren. Wir erklären, warum sie an den Haaren herbeigezogen sind.
Die Konsequenzen eines Förderstopps für die Amadeu Antonio Stiftung, wie ihn die AfD im Bundestag fordert, wären weitreichend: Vor allem vier Projekte der Stiftung, die unmittelbar demokratisches Engagement, politische Bildung und den Schutz von Betroffenen stärken, stünden auf der Kippe.
Die Strategie hinter den rechtsextremen Kampagnen gegen die Amadeu Antonio Stiftung und ihre Projekte: Rechtsaußen will die demokratische Zivilgesellschaft schwächen, indem Akteur*innen der Antisemitismusbekämpfung diskreditiert werden.
In einem Kommentar ordnet Christine Hohmann-Dennhardt, Vorsitzende des Stiftungsrats, der Amadeu Antonio Stiftung, die aktuellen Angriffe auf die Amadeu Antonio Stiftung ein – und betont die Bedeutung von Meinungsfreiheit und faktenbasierter Kritik für die Demokratie.
Am 11. August 2025 wurde Liana K. (16) am Bahnhof Friedland vor einen fahrenden Güterzug gestoßen und verstarb noch am Tatort. Als dringend Tatverdächtigen wird gegen einen 31-jährigen Iraker ermittelt. Wir trauern um Liana und sind in Gedanken bei ihrer Familie und ihren Freund*innen. Diese Tat muss vollständig aufgeklärt werden, und der Täter muss wie jeder Täter bestraft werden.
Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Thüringen dokumentiert für das Jahr 2024 mit 392 Meldungen einen neuen Höchststand antisemitischer Vorfälle in Thüringen. Die Gesamtzahl der von der Meldestelle dokumentierten Vorfälle stieg im Vergleich zum Vorjahr (297) um rund ein Drittel an. Jeder achte antisemitische Vorfall ist Thüringer Hochschulen zuzuordnen. Erstmals seit Beginn der Dokumentation wurden die meisten Vorfälle der Erscheinungsform „israelbezogener Antisemitismus“ zugeordnet.
Rechtsextreme Angriffe setzen engagierte Menschen und Initiativen zunehmend unter Druck. Das Projekt BEWARE hat über 500 Engagierte zu ihren Erfahrungen befragt – mit alarmierenden Ergebnissen und eindeutigen Handlungsempfehlungen. Ein Weckruf für Politik und Gesellschaft.
Wo 1942 die „Endlösung der Judenfrage“ organisiert wurde, treffen nach dem Zweiten Weltkrieg jüdische US-Soldaten auf gefangene NS-Funktionäre. Eine neue…
„Politische Neutralität“ wird zunehmend als Kampfbegriff von rechten Akteur*innen, gegen Demokrat*innen instrumentalisiert.
Das rechte Krawallmedium „Nius“ um den ehemaligen „BILD“-Chefredakteur Julian Reichelt schürt weiter Stimmung gegen Nichtregierungsorganisationen.
Wie lebt man weiter nach einem brutalen rassistischen Mord – als Familie, als Community, als Stadt? 25 Jahre nach dem Tod von Alberto Adriano versammeln sich in Dessau Menschen zum Gedenken, zum Protest – und zum politischen Handeln. Der Text erzählt von Trauer und Wut, von Engagement und Erinnerung, von der Frage „Warum Alberto Adriano?“ – und davon, warum diese Frage uns alle angeht.
Antisemitismus auf Rekordniveau: 650 Vorfälle dokumentierte RIAS Niedersachsen im Jahr 2024 – so viele wie nie zuvor. Der neue Jahresbericht zeigt erschütternde Einblicke in die Lebensrealität von Jüdinnen und Juden und macht deutlich: Wegschauen ist keine Option.
„Antisemitismus als Kulturtechnik“ (ASK) ist ein interaktives Interviewarchiv und Recherchetool zu den kulturellen Dimensionen des Antisemitismus. Es beleuchtet die kulturelle Funktion antisemitischer Ideologien, ihre Verbreitung durch alte und neue Erzählungen, sowie ihre Wirkung in Kunst und Gesellschaft. ASK thematisiert auch den Einfluss aktueller Konflikte und erinnerungspolitischer Debatten.
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs begehen in Demmin hunderte Menschen Selbstmord. Seit fast 20 Jahren verdrehen Rechtsextreme auf einem jährlichen „Trauermarsch“ die Geschichte und verharmlosen die Verbrechen des Nationalsozialismus. Auch in diesem Jahr, 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, verspotten sie wieder all jene, die den 8. Mai als Tag der Befreiung feiern.
Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt ist kein Relikt der Vergangenheit: Hanau, Halle, München, aber auch Orte der NSU-Morde sowie Solingen und Rostock-Lichtenhagen stehen sinnbildlich für eine Kontinuität rechter Gewalt in Deutschland. Doch staatliche Anerkennung und eine angemessene Erinnerungskultur bleiben häufig aus – viele Betroffene und Hinterbliebene müssen sich Gehör und Gedenken selbst erkämpfen.
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