Die Förderung von Projekten steht an erster Stelle der Arbeit der Stiftung. In vielen Fällen berät und vernetzt die Amadeu Antonio Stiftung jedoch auch und aus besonderem Anlass wird sie selbst aktiv: Sie reagiert auf wichtige Fragestellungen, bei denen sich Lücken des staatlichen und zivilgesellschaftlichen Handelns zeigen, mit der Entwicklung eigener Projekte. Gemeinsam mit Partnern und Experten werden neue Ansätze und Methoden diskutiert und in die Praxis umgesetzt. So organisiert die Stiftung z.B. Seminare, entwickelt Materialien für Lehrer, konzipiert Ausstellungen oder erprobt Projekte an Schulen. Dazu sucht die Stiftung regelmäßig den Austausch mit der Wissenschaft.
Für die operativen Projekte werden keine Spendenmittel verwendet, denn die Amadeu Antonio Stiftung arbeitet hier eng mit anderen Stiftungen, Partnern aus der Wirtschaft, Kommunen, Landesregierungen und der Bundesregierung zusammen. Auf diese Weise soll eine möglichst breite Öffentlichkeit für die einzelnen Themen sensibilisiert werden.
Die Stiftung ermutigt Initiativen, sich vor Ort für demokratische Kultur stark zu machen. Projekte werden nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch fachlich beraten. Wichtig ist die Förderung von kleinen Initiativen, die seltener Chancen auf Unterstützung haben.
Für die Amadeu Antonio Stiftung ist der Kampf gegen Antisemitismus ein zentrales Aufgabenfeld. Was kann man gegen Antisemitismus tun? Wie ist es möglich, auf zivilgesellschaftlicher Ebene präventiv zu arbeiten?
Mit unterschiedlichen Projekten sucht die Amadeu Antonio Stiftung praktische Möglichkeiten, um menschenfeindlichen Vorurteilen wirksam entgegenzutreten.
Wie kann das Engagement für ein demokratisches Zusammenleben gestärkt werden? Wie kann es gelingen, in einer Region möglichst viele Menschen darin einzubeziehen? Eine Erfolg versprechende Antwort ist das Modell der Bürgerstiftung.
Mit den Projekten „Menschenrechtsbildung für demokratische Kultur“ und „Kinderrechte in der Kommune“ leistet die Amadeu Antonio Stiftung einen aktiven Beitrag zur Umsetzung der Menschenrechte auf kommunaler Ebene.
Ziel der Fachstelle "Gender und Rechtsextremismusprävention" ist es neben der Weiterführung der wissenschaftlichen Diskussion über genderreflektierende Ansätze gegen Rechtsextremismus auch Praxis zu entwickeln und erproben.
Ob klassische Webseiten, Blogs oder soziale Netzwerke: Auch im Internet sind Neonazis präsent. Netz-gegen-Nazis.de, no-nazi.net und Mut-gegen-rechte-Gewalt.de klären darüber auf.